Ein Plakat mit der "Stop Fracking" steht am 03.06.2014 in Brünen am Niederrhein in einem Feld.
Ein Plakat mit der "Stop Fracking" steht am 03.06.2014 in Brünen am Niederrhein in einem Feld.

Ein Plakat mit der "Stop Fracking" steht am 03.06.2014 in Brünen am Niederrhein in einem Feld.

Martin Gerten/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Ein Plakat mit der "Stop Fracking" steht am 03.06.2014 in Brünen am Niederrhein in einem Feld.

Düsseldorf (dpa) - Der nordrhein-westfälische Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) hat der Bundesregierung vorgeworfen, beim umstrittenen Gas-Fracking „vor den Interessen einiger weniger Konzerne eingeknickt“ zu sein. Der vom Bundeskabinett am Mittwoch verabschiedete Fracking-Gesetzentwurf sei eine „Mogelpackung“, kritisierte Remmel in Düsseldorf. Der Einsatz der Risikotechnologie werde damit „ermöglicht und eben nicht unterbunden“.

Mit dem Gesetzentwurf von Bundesumwelt- und Bundeswirtschaftsministeriums soll das Fracking unter strengen Auflagen zu Probezwecken erlaubt werden. In sensiblen Regionen wie Wasserschutzgebieten soll die Technik verboten werden. Eine spätere großflächige Förderung wird aber nicht ausgeschlossen.

Remmel warf der Bundesregierung vor, sie habe „den nationalen Konsens in Deutschland gegen den Einsatz der Risikotechnologie einseitig aufgekündigt“. Der Gesetzentwurf lasse viele Fragen offen. So sei nicht geklärt, wie das teilweise schwer belastete Abwasser entsorgt werden soll. „Dieses Gesetz darf so nicht in Kraft treten“, forderte Remmel.

Beim unkonventionellen Fracking wird mit Quarzsand und Chemikalien vermischtes Wasser unter hohem Druck in Schiefer- und Kohleflözgestein gepresst. Dadurch wird das Gestein aufgebrochen, so dass aus feinen Rissen das dort lagernde Gas entweicht.

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