Berlin. NRW bleibt Nachzügler im Länder-Bildungsvergleich, steht aber heute besser da als Bayern vor fünf Jahren: Aus Sicht des Instituts der Deutschen Wirtschaft in Köln hat sich das Bildungssystem deutlich reformiert - besonderes Lob gab es für das hohe Tempo, in dem Schüler und Studenten in NRW reif für den Arbeitsmarkt werden.

Beim "Bildungsmonitor 2009" des Wirtschaftsinstituts, der die 16 Bundesländer in über 1000 Kriterien vergleicht, landet NRW trotz teils guter Einzelwertungen auf dem vorletzten Platz - nur Berlin ist schlechter. Die Spitzenreiter: Sachsen und Thüringen, Baden-Württemberg und Bayern.

Frühe Einschulung, wenige Sitzenbleiber, hohe Bachelorquote - bei der Zeiteffizienz landet NRW auf Platz zwei. In keinem anderen Land gibt es zudem so viele Studienberechtigte wie hier - nur bleiben sie nicht: NRW ist immer noch Exporteur von Studienanfängern. Negativ fiel auf: Klassen und Lerngruppen an den Unis sind nach wie vor zu groß, beim letzten Pisa-Test landete NRW wieder nur im unteren Mittelfeld. Bundesweit gilt: Die Integration von Kindern aus bildungsfernen Elternhäusern ist in den letzten Jahren eher noch schlechter gelungen als zuvor. jem

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