Ein Machtzentrum des Planeten soll entstehen, verlautet aus Pittsburgh. Eines, das Politik, Wirtschaft und Umwelt miteinander versöhnt, eines, das auf den Trümmern der alten Finanzwirtschaft eine neue Zukunft baut.

Tatsächlich ist es zu begrüßen, wenn aus der Gruppe der führenden Acht eine Gruppe der führenden Zwanzig wird. Aber gleich eine neue Weltregierung ausrufen? Diese Rolle müsste zwingend den Vereinten Nationen vorbehalten sein, denn nur dort sitzen arme und reiche Länder am gleichen Tisch.

Doch tatsächlich ist die Uno derzeit zu einem sich selbst blockierenden Panoptikum zerfallen, in dem allein noch die Eklats zwielichtiger Diktatoren dominieren. Sollte die Runde der mächtigen G20 und nicht die Vereinten Nationen zur Schaltstelle des Planeten werden, wären die unterentwickelten Regionen endgültig entmündigt: noch mehr Armut, noch mehr Terror und noch mehr Umweltkrisen wären die Folge.

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