Düsseldorf. Die Angst vor der Entdeckung auf kürzlich aufgetauchten Steuersünder-CDs hat in Nordrhein-Westfalen 572 Steuerpflichtige zur Selbstanzeige getrieben. Diese Zahl gab das NRW- Finanzministerium am Donnerstag in Düsseldorf bekannt.

Bundesweit waren den Finanzämtern nach einer Umfrage der Deutschen Presse- Agentur dpa bislang 2000 Selbstanzeigen bekanntgeworden. Zahlen aus Nordrhein-Westfalen lagen zu der Umfrage noch nicht vor. Nach ersten Berichten über eine CD mit Steuerdaten vor knapp drei Wochen ist die Zahl der Reuigen sprunghaft gestiegen.

Bei einer Selbstanzeige muss der Betroffene nur die Steuern und Zinsen nachzahlen. Eine Strafe droht ihm nicht, es sei denn, sein Fall ist den Behörden schon bekannt.

Tendenziell sei die Zahl der von den NRW-Finanzämtern abschließend bearbeiteten Selbstanzeigen seit 2005 (8582 Fälle) rückläufig gewesen, bilanzierte das Ministerium. Erst im vergangenen Jahr sei sie gegenüber dem Vorjahr wieder um 332 auf 3941 wirksame Selbstanzeigen gestiegen.

Unter den aktuellen Fällen aus den vergangenen drei Wochen sind 294 bei der Oberfinanzdirektion (OFD) Rheinland gemeldet worden und 278 im Bereich der OFD Münster. In Baden-Württemberg hatten sich mit rund 570 Steuerhinterziehern fast so viele gestellt wie in NRW.
 

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