Pilot Sullenberger als neuer amerikanischer Held. Vergleichbare Aktion auf dem Rhein wäre nicht möglich.

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Bergungsarbeiten: Mit Spezialschiffen wird der Rumpf der Maschine ans Ufer geschoben, damit das Flugzeug gehoben werden kann.

Bergungsarbeiten: Mit Spezialschiffen wird der Rumpf der Maschine ans Ufer geschoben, damit das Flugzeug gehoben werden kann.

Bergungsarbeiten: Mit Spezialschiffen wird der Rumpf der Maschine ans Ufer geschoben, damit das Flugzeug gehoben werden kann.

dpa, Bild 1 von 2

Bergungsarbeiten: Mit Spezialschiffen wird der Rumpf der Maschine ans Ufer geschoben, damit das Flugzeug gehoben werden kann.

New York/Düsseldorf. Nach der spektakulären Notwasserung eines Airbus A 320 auf dem eisigen Fluss in New York sind alle 155 Menschen, die an Bord waren, in einem stabilen Zustand. Experten und Passagiere würdigten die meisterhafte Leistung des Piloten.

Bei dem Unglück hatte die Besatzung am Donnerstag alle Insassen innerhalb von wenigen Minuten aus dem sinkenden Flugzeugwrack gebracht. Etliche erlitten Knochenbrüche und Unterkühlungen. Der New Yorker Gouverneur David Paterson sprach vom "Wunder auf dem Hudson".

Die Maschine der US Airways war kurz vor dem Unfall vom New Yorker Flughafen La Guardia gestartet und sollte nach Charlotte im Bundesstaat North Carolina fliegen. Nach bisherigen Erkenntnissen waren mehrere große Vögel, vermutlich Wildgänse, in die Triebwerke geraten.

Bürgermeister Michael Bloomberg bedankte sich überschwänglich bei Pilot Chesly B. Sullenberger, der eine 40-jährige Flugerfahrung hat. Der Pilot habe "wunderbare Arbeit" geleistet. Sullenberger sei noch zweimal durch das sinkende Flugzeug gegangen, um sich zu überzeugen, dass kein Passagier zurückgeblieben war.

Eine vergleichbare Notwasserung im Bereich des Düsseldorfer Flughafens wäre nach Ansicht von Luftfahrt-Experten nicht möglich: Im Gegensatz zum an der Notwasserungsstelle 2000 Meter breiten Hudson ist der Rhein bei Düsseldorf je nach Wasserstand nur 200 bis 300 Meter breit. Auch weist der Fluss zu viele Biegungen und einen zu starken Schiffsverkehr auf.

Die Gefahr einer Kollision mit Vögeln kann auch für von dort startende Flugzeuge nicht ausgeschlossen werden. Allerdings bemüht sich die Flughafengesellschaft, das 340 Hektar große Grüngelände des Airports für Vögel so unattraktiv wie möglich zu gestalten: Es gibt langwachsende Gräser, dafür aber keinerlei Beeren tragende Büsche oder Sträucher. Zudem werden Vögel regelmäßig durch den Einsatz von Signalmunition verscheucht - und mit Wanderfalken und Wüstenbussarden bejagt.

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