Das ist ein ausgesprochen mutiger Schritt. Ungeachtet des politischen Widerstands und weitverbreiteter Sorgen in der US-Öffentlichkeit, inwieweit Verfahren gegen Chalid Scheich Mohammed und andere Verdächtige des 11. September 2001 ein Sicherheitsrisiko darstellen könnten, hat Präsident Barack Obama die bisher größte Hürde mit Blick auf die geplante Stilllegung des Gefangenenlagers auf Guantanamo genommen. Die Prozesse in New York werden sich zu einem beispiellosen Medienspektakel entwickeln. Und sie werden Einzelheiten über die Vernehmung und Behandlung der Gefangenen ans Tageslicht fördern. Das ist verdienstvoll und ganz im Sinne des Präsidenten. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger ist Obama nämlich der Ansicht, dass auch beim Umgang mit mutmaßlichen Terroristen Menschenrechte und internationale Konventionen geachtet werden müssen.

 

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