Die katholische Kirche ist von einer tiefen Vertrauenskrise erfasst, und Papst Benedikt geht den einzig richtigen Weg: Er fordert Offenheit, Aufklärung und Prävention. Nur in diesem Dreiklang kann es überhaupt gelingen, das Vertrauen in die Amtskirche und vor allem in die Kirchenleitung wiederherzustellen. Das bedeutet aber auch, dass der Pontifex nach den Ursachen für den sexuellen Missbrauch fragen muss.

Dazu gehört die Priestererziehung ebenso wie das Thema Zölibat. Da die Amtskirche an diesem "heiligen Wert" indes nicht rütteln will, muss sie Wege finden, ihre Bewerber auf das Priesteramt besser vorzubereiten - in menschlicher und seelsorgerischer Hinsicht. Die Debatte ist längst in Gang gesetzt. Und Joseph Ratzinger kann ihr nicht länger ausweichen.

 

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