Trotz knapper Kassen investiert das Land in neue Lehrerstellen und Modellversuche.

Löhrmann gibt Fakten zum neuen Schuljahr bekannt
$caption

$caption

Federico Gambarini

Düsseldorf. Trotz rückläufiger Schülerzahlen hat das Land NRW 2078 zusätzliche Stellen für Lehrer geschaffen. Insgesamt wurden für das am kommenden Mittwoch beginnende neue Schuljahr mehr als 8350 Lehrkräfte eingestellt, berichtete Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) am Freitag. Dennoch fehlen für die insgesamt 2,74 Millionen Schüler (minus 0,7 Prozent) noch knapp 900 Lehrer. „Damit beträgt die Quote der unbesetzten Stellen gerade einmal 0,6 Prozent, das ist ein sehr guter Stand“, sagte Löhrmann (Foto).

Die Grundschulen in NRW können sich allerdings noch einmal auf einen großen Ansturm an „I-Dötzchen“ freuen: 164 770 Erstklässler gehen mit ihren Schultüten an den Start – 9804 (6,3 Prozent) mehr als im vergangenen Jahr. „Das hängt aber nicht mit einem größeren Stromausfall vor einigen Jahren zusammen, sondern mit der Verschiebung des Einschulungsstichtages“, scherzte Löhrmann. Durch das Vorziehen des Stichtages auf den 30. September werden in diesem Jahr nämlich 13 Geburtsmonate eingeschult.

Landtag will am kommenden Freitag Verfassungsänderung beschließen

Für die allermeisten Schüler in NRW ändert sich in diesem Schuljahr aber noch nichts: Erst im kommenden Jahr soll der im Juli zwischen Rot-Grün und CDU-Opposition erzielte Schulkonsens in die Tat umgesetzt werden. Die entsprechenden Gesetzentwürfe und die notwendige Verfassungsänderung wollen die Fraktionen von CDU, SPD und Grünen am kommenden Freitag in einer Sondersitzung des Landtags beschließen.

Deshalb gehen im neuen Schuljahr zunächst einmal zwölf Gemeinschaftsschulen für „längeres gemeinsames Lernen“ an den Start – als Pilotversuch. Darunter sind Schulen unter anderem in Bochum, Rheinberg, Köln und Ascheberg. Löhrmann wertet dies als „die Ouvertüre für die neue Sekundarschule“.

Außerdem wollen zunächst 13 der insgesamt mehr als 600 Gymnasien in NRW wieder einen neunjährigen Bildungsgang zum Abitur (G 9) anbieten – teilweise parallel zum achtjährigen Weg (G 8). Die längere Schulzeit soll vor allem für individuelle Förderungen genutzt werden.

Leserkommentare (1)


() Registrierte Nutzer