Matthias Lehmann ist nicht ganz so bekannt wie Namensvetter Jens, aber auch Fußballprofi. Und vielleicht sogar ein wenig ehrlicher als der ehemalige Nationaltorwart.

Als ihm Igor de Camargo die Stirn bot, packte Matthias Lehmann die Gelegenheit beim Schopfe. „So ein Geschenk nehme ich dankend an. Ich wäre ja dumm, wenn ich das nicht machen würde. Klar hat er mich berührt. Ich bleibe ja nicht stehen, wenn wir 0:1 zurückliegen“, sagte der Mittelfeldspieler des FC St. Pauli nach dem 3:1 über Borussia Mönchengladbach gnadenlos ehrlich zur spielentscheidenden Szene.

De Camargo hatte die abstiegsbedrohte Borussia am Millerntor in Führung gebracht, verpasste Lehmann zwölf Minuten später eine Kopfnuss und sah die Rote Karte. „Matchwinner“ Lehmann, der den Sieg mit seinem Treffer zum 3:1 sicherte, hat damit aber auch für einen Sündenfall gesorgt, der gar nicht zum FC St. Pauli passt.

Denn nach seinem Foul an de Camargo standen sich beide Widersacher frontal gegenüber, und auch Lehmanns Kopf ging in Richtung des Borussen. Immerhin stand Lehmann aber zu seinem unsportlichen Verhalten und suchte erst gar nicht nach Ausreden.

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