Das Bild vom Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr bekommt klarere Konturen. Die Bundesregierung spricht seit Mittwoch vom "bewaffneten Konflikt", bei dem das Töten bewaffneter Aufständischer erlaubt ist. Nun muss höchstrichterlich geklärt werden, ob das auch für diese Mission zutrifft. Klar ist für die Regierung, dass die - hoffentlich letztmalige - Aufstockung der Isaf-Truppe den Einstieg in den Ausstieg aus Afghanistan markieren soll. Unklar bleibt weiterhin, wie die Zielmarke konkret definiert ist.

Was die Rolle der Spezialtruppe KSK angeht - da ist noch längst nicht alles klar. Dass sie Kameraden schützen und Gefangene befreien soll, steht außer Frage. Dass es aber zu ihren Aufgaben gehört, im Gefolge der Amerikaner gezielt Menschen zu jagen, ist höchst zweifelhaft. Darüber wird zu Recht noch viel gestritten, bist das Gesamtpaket Afghanistan abstimmungsreif ist.

 

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