Ice-T
Ice-T wird in Ungarn nicht verstanden.

Ice-T wird in Ungarn nicht verstanden.

dpa

Ice-T wird in Ungarn nicht verstanden.

Budapest (dpa) - Die ungarische Medienregulierungsbehörde NMHH hat das Verfahren gegen ein kleines Privat-Radio wegen des Abspielens eines Songs des Gangsta-Rappers Ice-T eingestellt.

«Wir sind zu der Schlussfolgerung gelangt, dass die spezifische Slang-Sprache dieses Songs von ungarischen Minderjährigen nicht verstanden wird», sagte der Behördenvertreter Andras Koltay in Budapest. Die Behörde hatte noch im Vorjahr das Verfahren gegen den Budapester Underground-Sender Tilos Radio eingeleitet, weil er den Song «It's On» von Ice-T in den Nachmittagsstunden ausgestrahlt hatte.

Der «ordinäre, sexistische und gewaltverherrlichende» Text des Lieds könne die psychische Entwicklung Minderjähriger negativ beeinflussen, hatte es in der Begründung für die Einleitung des Verfahrens geheißen. Der Fall hatte deshalb Aufsehen erregt, weil der Inhalt des Bescheids am Neujahrstag bekanntgeworden war, als das neue, umstrittene Mediengesetz in Ungarn in Kraft trat.

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