Berlin. Die gesetzlichen Krankenkassen haben mehr als 50 000 Versicherten Schulden von rund 1,1 Milliarden Euro erlassen. Dies geht aus einer Auflistung des Bundesgesundheitsministeriums hervor. Demnach wurden 231,6 Millionen Euro an Beiträgen erlassen und 909,4 Millionen Euro an Säumniszuschlägen.

Angesichts von mehr als 200 000 Nichtversicherten hatte die große Koalition im Jahr 2007 die Versicherungspflicht eingeführt. Die Zahl der Nichtversicherten sank daraufhin – aber nur auf rund 137 000 im Jahr 2011. Das Problem: Beiträge, die seit der Einführung der Versicherungspflicht angefallen waren, mussten plus Säumniszuschlag nachgezahlt werden – für viele nicht machbar.

Abhilfe schaffen sollte ein Gesetz. Es ermöglichte Nichtversicherten, sich bis Ende 2013 ohne Nachzahlungen zu versichern. Davon machten 24 500 Menschen Gebrauch. In 25 800 Fällen griff eine Altfallregelung für Menschen, die bereits Kassenmitglied geworden waren, aber noch Schulden hatten. dpa

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