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Salzbrocken werden mit einem Spezialfahrzeug auf einer 840 Meter tiefen Strecke im Erkundungsbergwerk in Gorleben von der Wand geschlagen (Archiv

Salzbrocken werden mit einem Spezialfahrzeug auf einer 840 Meter tiefen Strecke im Erkundungsbergwerk in Gorleben von der Wand geschlagen (Archiv

dpa

Salzbrocken werden mit einem Spezialfahrzeug auf einer 840 Meter tiefen Strecke im Erkundungsbergwerk in Gorleben von der Wand geschlagen (Archiv

Berlin. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will die umstrittenen Gorleben-Akten aus der Regierungszeit von Helmut Kohl (CDU) überprüfen lassen. «Alle Akten kommen auf den Tisch», sagte Vize-Regierungssprecher Klaus Vater am Mittwoch in Berlin.

Anlass waren Berichte, wonach Akten zur Atomendlager-Suche geschönt worden seien.  «Sollte sich bei der Auswertung zeigen, dass da etwas nicht in Ordnung ist, dann wird man das mal bewerten.» Das Umweltministerium habe die vom Kanzleramt angeforderten Akten am Vorabend übermittelt, sagte Vater. Es sei nicht möglich gewesen, 80 oder 90 Ordner bis jetzt durchzuarbeiten.

Kritisch merkte Vater an, dass die Akten der Regierung Helmut Kohl von 1983 ausgerechnet knapp drei Wochen vor der Bundestagswahl auftauchten, nachdem sie ein Vierteljahrhundert in den Aktenschränken geschlummert hätten. «Und da frag ich mich schon: Hat da niemand drauf geguckt?»

Die damalige Regierung hatte nach mehreren Zeitungsberichten darauf gedrängt, ein Gutachten zum Salzstock Gorleben von Experten umschreiben zu lassen und Sicherheitsbedenken herunterzuspielen. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) hat Merkel aufgefordert, sich von früheren Bundeskanzler Helmut Kohl zu distanzieren.

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