Der freie Journalist Martin Lejeune.

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Berlin. Der freie Journalist Martin Lejeune (32/Foto) will den Verlust seines Platzes beim NSU-Prozess nicht hinnehmen. Der Berliner hatte im ersten Verfahren eine Akkreditierung erhalten.

Werden Sie juristisch reagieren?

Lejeune: Ja, ich habe mit meinem Anwalt eine Klage beim Bundesverfassungsgericht vorbereitet, die jetzt eingereicht wird. Sie ist mit einem Antrag auf Einstweilige Anordnung verbunden. Das werde ich durchziehen. Ich sehe mich in mehreren Grundrechten verletzt.

Welche?

Lejeune: Das eine ist die fehlende Chancengleichheit bei diesem zweiten Verfahren. Der zweite Grund ist, dass ich als Inhaber einer Platzkarte eine Rechtsposition hatte, die man mir nicht so einfach wegnehmen kann.

Wie groß ist Ihr Schaden?

Lejeune: Ich bin zwei Mal nach München gereist, um die Akkreditierung abzuholen und mir dort ein Zimmer zu nehmen. Ich hatte mich darauf eingestellt, für mehrere Jahre in München zu sein und ständig über das Verfahren für mehrere Regionalzeitungen zu berichten. Aufträge zu anderen Themen habe ich deswegen abgesagt. Für mich ist das alles ein bedeutender Einnahmeverlust.

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