Mehrere Mitarbeiter von Mussawi-Zeitung wurden in Teheran festgenommen.

Oppositionsführer Mussawi und seine Anhäner - hier bei der Donnerstags-Demo letzte Woche in Teheran.
Oppositionsführer Mussawi und seine Anhäner - hier bei der Donnerstags-Demo letzte Woche in Teheran.

Oppositionsführer Mussawi und seine Anhäner - hier bei der Donnerstags-Demo letzte Woche in Teheran.

dpa

Oppositionsführer Mussawi und seine Anhäner - hier bei der Donnerstags-Demo letzte Woche in Teheran.

Teheran. Der iranische Oppositionsführer Mir Hussein Mussawi hat die Bildung eines unabhängigen Komitees vorgeschlagen, das alle Vorwürfe des Wahlbetrugs untersuchen soll. In einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung, schrieb Mussawi, dieses Komitee solle den gesamten Wahlprozess unter die Lupe nehmen.

Die Erkenntnisse dieser Untersuchung und der abschließende Bericht des Komitees würden nicht nur dazu beitragen, die Lage zu beruhigen sondern auch generell das Vertrauen in das System wieder herstellen, schrieb Mussawi.

Er hatte bei den umstrittenen Wahlen am 12. Juni nach offiziellen Angaben klar gegen Amtsinhaber Mahmud Ahmadinedschad verloren. Das Endergebnis sollte an diesem Mittwoch veröffentlicht werden, der Wächterrat hatte dann am Dienstag aber erklärt, es werde noch weitere fünf Tage dauern.

Unterdessen haben die Machthaber im Iran den Druck auf  Mussawi weiter erhöht. Rund 25 Mitarbeiter seiner Zeitung «Kalemeh Sabs» wurden am Montag festgenommen, wie ein Mitglied der Chefredaktion des Blattes am Mittwoch sagte. «Fünf oder sechs Mitarbeiter aus der Verwaltung, der Rest sind Journalisten», sagte Aliresa Beheschti der Nachrichtenagentur AFP.

Sie seien alle ohne Haftbefehl mitgenommen worden. Fünf Frauen unter den Festgenommenen seien am Dienstagabend jedoch wieder freigelassen worden. Die Zeitung war bereits am Tag nach den umstrittenen Wahlen im Iran Mitte Juni von den Behörden verboten worden.
 

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