Die Landtagswahl steht noch bevor, doch die Parteien beschäftigten sich im Superwahljahr 2017 schon mit der Bundestagswahl. In NRW haben Piraten und Linke am Samstag ihr Spitzenpersonal gekürt.

Sahra Wagenknecht am Samstag in der Stadthalle in Gütersloh.
Sahra Wagenknecht am Samstag in der Stadthalle in Gütersloh.

Sahra Wagenknecht am Samstag in der Stadthalle in Gütersloh.

Friso Gentsch

Sahra Wagenknecht am Samstag in der Stadthalle in Gütersloh.

Gütersloh/Bielefeld. Die Linke zieht in Nordrhein-Westfalen mit Sahra Wagenknecht an der Spitze in den Bundestagswahlkampf. Wagenknecht erhielt auf einem Landesparteitag am Samstag in Gütersloh nach Angaben eines Parteisprechers 80 Prozent der Stimmen für Platz Eins der NRW-Landesliste.

Von 197 Delegierten hätten 158 für Wagenknecht gestimmt und 28 mit Nein. 11 Delegierte hätten sich enthalten. Wagenknecht ist Fraktionschefin der Linken im Bundestag. Die Partei hat nach aktuellen Umfragen gute Chancen, erneut in das Parlament einzuziehen.

Auf Platz zwei folgt der Rentenexperte der Partei, Matthias Birkwald. Er erhielt von 187 abgegebenen Stimmen 174 Ja-Stimmen, also 93 Prozent. Spitzenkandidat der Linken für die Landtagswahl in NRW ist Christian Leye.

«Was Martin Schulz da gerade abzieht, ist keine soziale Gerechtigkeit, das ist nichts als Homöopathie für die geschundene SPD-Seele!», rief er den Delegierten in Gütersloh zu.

Die nordrhein-westfälische Piratenpartei kürte in Bielefeld den Bundesvorsitzenden der Partei, Patrick Schiffer, zum NRW-Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl. Ex-Landeschef Schiffer erhielt nach Angaben eines Parteisprechers 87,5 Prozent der Delegiertenstimmen. Der 44-jährige Deutsch-Belgier arbeitet nach Angaben der Partei in Düsseldorf als Mediendesigner. Seine Schwerpunktthemen seien Digitalisierung und Menschenrechte sowie Sozial- und Asylpolitik.

Die Piraten hatten 2013 mit 2,2 Prozent den Einzug in den Bundestag verpasst. Derzeit sitzt die Partei nur noch in Saarbrücken, Düsseldorf und Kiel in den Landtagen. Aktuelle Umfragen sehen die Partei deutlich unter der Fünf-Prozent-Hürde.

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