Zwei Drittel der Befragten sprechen sich für Prüfung der Fahrtauglichkeit aus. 20 Prozent wollen den Test bereits ab 60 Jahren.

Selbstständigkeit im Alter
28 Prozent der Befürworter sprachen sich für eine Prüfung der Fahrtauglichkeit ab 70 Jahren aus. (Archivfoto)

28 Prozent der Befürworter sprachen sich für eine Prüfung der Fahrtauglichkeit ab 70 Jahren aus. (Archivfoto)

dpa

28 Prozent der Befürworter sprachen sich für eine Prüfung der Fahrtauglichkeit ab 70 Jahren aus. (Archivfoto)

Düsseldorf. Ältere Autofahrer sollten per Gesetz zur Überprüfung ihrer Fahrtauglichkeit veranlasst werden. Das fordert eine Zwei-Drittel-Mehrheit in einer Umfrage im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins.

Die repräsentative Forsa-Umfrage unter 1002 Personen zwischen 18 und 60 Jahren zeigt unterschiedliche Auffassungen, ab wann sich Führerscheininhaber einer Untersuchung stellen sollten. 28 Prozent der Befürworter sprachen sich für eine Prüfung ab 70 Jahren aus, 23 Prozent halten diese mit 65 Jahren für sinnvoll, für 20 Prozent sollte der Test bereits mit 60 Jahren erfolgen. Die meisten der Befürworter votierten dabei für eine medizinisch-psychologische Untersuchung. Andere sprechen sich für eine praktische Fahrprüfung aus.

Frank-Roland Hillmann, Fachanwalt für Verkehrsrecht aus Oldenburg, will nicht so weit gehen wie die Mehrheit der Befragten. Zwar seien bei Unfällen, an denen ältere Fahrer beteiligt sind, diese in 75 Prozent der Fälle die Verursacher. Aber auch in der Gruppe junger Fahrer (18 bis 21 Jahre) seien die jungen Leute mit 71 Prozent ähnlich häufig die Unfallverursacher. Für Hillmann ist soziale Kontrolle besser als eine gesetzliche Regelung. „Wenn mir auffällt, dass jemand aus meiner Familie oder meinem Bekanntenkreis unsicher fährt und dadurch ein Risiko wird, spreche ich ihn darauf an. Dann kann man gemeinsam eine Lösung finden.“ Zeige sich jemand beratungsresistent, könne man die Führerscheinstelle einschalten. pk

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