Die südafrikanische Staatsanwältin Thuli Madonsela ist für ihren außergewöhnlichen Einsatz bei der Verteidigung der Verfassung und ihren Einsatz gegen Korruption ausgezeichnet worden.
Die südafrikanische Staatsanwältin Thuli Madonsela ist für ihren außergewöhnlichen Einsatz bei der Verteidigung der Verfassung und ihren Einsatz gegen Korruption ausgezeichnet worden.

Die südafrikanische Staatsanwältin Thuli Madonsela ist für ihren außergewöhnlichen Einsatz bei der Verteidigung der Verfassung und ihren Einsatz gegen Korruption ausgezeichnet worden.

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Die südafrikanische Staatsanwältin Thuli Madonsela ist für ihren außergewöhnlichen Einsatz bei der Verteidigung der Verfassung und ihren Einsatz gegen Korruption ausgezeichnet worden.

Berlin (dpa) - Die frühere Leiterin der südafrikanischen Anti-Korruptionsbehörde, Thuli Madonsela, ist Trägerin des deutschen Afrika-Preises 2016. Die 54 Jahre alte Anwältin wurde am Mittwoch in Berlin nach Angaben der Deutschen Afrika Stiftung für ihren außergewöhnlichen Einsatz bei der Verteidigung der Verfassung und ihren Einsatz gegen Korruption ausgezeichnet. Der Preis sei von Bundestagspräsident Norbert Lammert übergeben worden. Im Vorjahr war der tunesische Friedensnobelpreisträger Houcine Abassi ausgezeichnet worden.

Die Juristin Madonsela habe sich als «Public Protector» unermüdlich für die Einhaltung rechtsstaatlicher Grundsätze in Südafrika eingesetzt. «Als erste Frau in dieser Position deckte sie auf, was viele ahnten, gab Einzelnen eine Stimme, war Anwältin der Armen», erklärte Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD). Konfliktfrei sei das nicht gewesen, «aber auch Morddrohungen konnten Frau Madonsela nicht davon abhalten, für das zu kämpfen, woran sie glaubt».

Nach Stiftungsangaben ist es der Preisträgerin zu verdanken, dass der Skandal um den Einsatz öffentlicher Gelder beim Ausbau des Privathauses von Südafrikas Präsident Jacob Zuma aufgeklärt wurde. Zuletzt erschien der von ihr verfasste rund 350-seitige State Capture Bericht. Darin deckte sie Verbindungen zwischen Präsident Zuma und einer bedeutenden Unternehmerfamilie auf. Es ging um eine unzulässige Einflussnahme auf den Präsidenten und sein engstes Umfeld.

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