Steuerzahler-Gedenktag
Montag ist der sogenannte Steuerzahler-Gedenktag: Ab diesem Tag wirtschaften Deutschlands Steuerzahler laut Steuerzahlerbund in die eigene Tasche. Symbolfoto: Achim Scheidemann

Montag ist der sogenannte Steuerzahler-Gedenktag: Ab diesem Tag wirtschaften Deutschlands Steuerzahler laut Steuerzahlerbund in die eigene Tasche. Symbolfoto: Achim Scheidemann

dpa

Montag ist der sogenannte Steuerzahler-Gedenktag: Ab diesem Tag wirtschaften Deutschlands Steuerzahler laut Steuerzahlerbund in die eigene Tasche. Symbolfoto: Achim Scheidemann

Berlin (dpa) - Ein gutes halbes Jahr für den Staat, ein knappes halbes Jahr für sich selbst: Nach einer Studie des Steuerzahlerbundes arbeiten die Bundesbürger erst von diesem Montag an in die eigene Tasche.

Demnach ging - rein rechnerisch - die bisherige Arbeitsleistung des Jahres 2013 komplett für Steuern und Sozialabgaben drauf. Erst vom 8. Juli an bleibe von Lohn und Gehalt etwas übrig. Allerdings gibt es an diesen Berechnungen auch Zweifel und Kritik.

Der Präsident des Steuerzahlerbundes, Reiner Holznagel, verwies darauf, dass jeder Arbeitnehmer im Durchschnitt derzeit 51,6 Prozent seines Verdienstes abführen müsse. Damit sei die von der schwarz-gelben Koalition zu Beginn ihrer Regierungszeit versprochene Entlastung «nicht geglückt».

«Uns bleibt weniger als die Hälfte von dem Geld, das wir verdienen», sagte Holznagel der Deutschen Presse-Agentur dpa. «Im Großen und Ganzen ist die Belastung in Deutschland genau so hoch wie 2009.» Der FDP-Haushaltsexperte Volker Wissing machte dafür SPD und Grüne durch eine «Blockadepolitik» im Bundesrat verantwortlich.

An den Berechnungen des Steuerzahlerbundes gibt es allerdings Zweifel. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) erklärte, dass der Stichtag wegen Ungenauigkeiten in der Methode in diesem Jahr schon am 13. Juni gewesen sei. Zudem muss eigentlich berücksichtigt werden, dass die Arbeitnehmer von gezahlten Steuern und Sozialabgaben natürlich auch selbst profitieren - und ohne diese Abzüge viel Geld etwa für ihre Krankheitsvorsorge ausgeben müssten.

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