Die Werte der Partei klettern in den Umfragen. Seine Nebenverdienste stehen aber im Zentrum der Kritik.

Steinbrück
Steinbrück hat sein Programm für die ersten 100 Tage als möglicher Kanzler vorgelegt.

Steinbrück hat sein Programm für die ersten 100 Tage als möglicher Kanzler vorgelegt.

dpa

Steinbrück hat sein Programm für die ersten 100 Tage als möglicher Kanzler vorgelegt.

Berlin. Steinbrück wirkt. Davon ist aktuell die SPD-Spitze überzeugt, denn die jüngsten Umfragezahlen belegen eine positive Reaktion bei den Wählern auf die Nominierung des ehemaligen Bundesfinanzministers und NRW-Ministerpräsidenten zum Kanzlerkandidaten der SPD.

Wäre am kommenden Sonntag Bundestagswahl, käme die SPD auf 29 Prozent, drei Punkte mehr als in der Vorwoche. Das ermittelte das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL und „Stern“. Die CDU verlöre den gleichen Wert und fiele auf 35 Prozent, wie die Umfrage zeigt.

Die Ergebnisse der übrigen Parteien blieben laut Umfrage unverändert. Die FDP würde bei vier Prozent landen. Die Grünen kämen auf zwölf Prozent, die Linken auf acht und die Piraten auf sieben Prozent. Damit läge eine rot-grüne Koalition mit 41 Prozent vor Schwarz-Gelb (39 Prozent) – allerdings würde die FDP an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.

Doch Steinbrück ist auch ein Risiko. Denn er hat seit 2009 die freie Zeit, die ihm das Leben als einfacher Bundestagsabgeordneter im Kreis Mettmann bot, genutzt, gut bezahlte Vorträge zu halten. Und da haben die anderen Parteien bohrende Nachfragen. CSU-Chef Horst Seehofer verlangte von Steinbrück größere Transparenz im Umgang mit Einnahmen aus bezahlten Vorträgen.

Steinbrück wies die Kritik zurück und beteuerte, er halte alle Regeln zu Nebeneinkünften für Abgeordnete ein. Offiziell hat er angegeben, von 2010 bis 2011 insgesamt 70 Auftritte gehabt zu haben, in denen er 7000 Euro oder mehr verdiente. Präzisere Auskünfte lehnt er ab. Ebenso die Veröffentlichung seiner Steuererklärung, weil er gemeinsam mit seiner Frau veranlagt sei. Red/dpa

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer