In einem Pilotprojekt werden alle Autos auf einem Teilstück einer Bundesstraße erfasst.

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In Österreich gibt es "section control", erkennbar für alle Autofahrer, schon seit Jahren.

In Österreich gibt es "section control", erkennbar für alle Autofahrer, schon seit Jahren.

dpa

In Österreich gibt es "section control", erkennbar für alle Autofahrer, schon seit Jahren.

Düsseldorf. Autofahrer müssen sich auf eine neue Art von Radarfalle einstellen. Das übliche Blitzen könnte in Zukunft durch ein Streckenradar ergänzt werden. Ein entsprechendes, von der Innenministerkonferenz abgesegnetes Pilotprojekt dieser „section control“ (Abschnittskontrolle) startet im Frühjahr in Niedersachsen.

Dabei wird an einem Straßenabschnitt am Anfangs- und am Endpunkt die Zeit gemessen und daraus die durchschnittliche Geschwindigkeit des Fahrzeugs ermittelt. Ist der Fahrer zu schnell, wird er geblitzt und der Verstoß geahndet.

An einem drei Kilometer langen Teilstück der Bundesstraße 6 nahe Hannover soll der Testversuch laufen. Sinn dieses bereits in Österreich praktizierten Streckenradars ist, dass sich die Autofahrer nicht nur punktuell an ein Tempolimit halten, indem sie kurz vor einer Radarfalle abbremsen und dann wieder Gas geben.

Experten mahnen, den Datenschutz einzuhalten

Nur die Daten zu schnell fahrender Fahrzeuge werden gespeichert, die Daten nicht beanstandeter Fahrzeuge hingegen sollen direkt gelöscht werden. Der ADAC sieht für die Einführung des Verfahrens allerdings auf weiten Teilen des Straßennetzes keinen Anlass. Wenn es aber auf bestimmten Streckenabschnitten der Verbesserung der Verkehrssicherheit diene, müsse zumindest die Datensicherheit sichergestellt sein. Autofahrer dürften nicht unter Generalverdacht gestellt werden.

Auch der Verkehrsclub Deutschland (VCD) fordert, dass der Datenschutz gewährleistet ist. Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD, hält „section control“ aber aus Gründen der Verkehrssicherheit für sinnvoll.

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