Schuldenuhr
Das undatierte Foto zeigt die Schuldenuhr am neuen Standort des Bundes der Steuerzahler Deutschland in Berlin.

Das undatierte Foto zeigt die Schuldenuhr am neuen Standort des Bundes der Steuerzahler Deutschland in Berlin.

Das undatierte Foto zeigt die Schuldenuhr am neuen Standort des Bundes der Steuerzahler Deutschland in Berlin.

Berlin. Die bekannte Schuldenuhr des Steuerzahlerbundes wird 2017 so langsam ticken wie noch nie: Pro Sekunde wird sie nur noch um 68 Euro steigen. Zuvor betrug die Neuverschuldung pro Sekunde mit 129 Euro noch fast doppelt so viel. Da Bund und Kommunen ohne Nettokreditaufnahme auskommen wollen, halten allein die Länder die Schuldenuhr am Laufen, wie der Bund der Steuerzahler am Mittwoch in Berlin mitteilte. Sie wurde Mitte 1995 in Betrieb genommen.

Der bundesweit größte Schuldentreiber wird den Angaben zufolge erneut Nordrhein-Westfalen sein. Auch Bremen, das Saarland, Hessen und Rheinland-Pfalz benötigen zusätzliche Kapitalmarktkredite. Dagegen wollen Baden-Württemberg, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Thüringen ohne Nettokreditaufnahme auskommen. Berlin, Hamburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Schleswig-Holstein und Bayern planen sogar, Kreditmarktschulden netto zu tilgen. Tilgungsmeister ist Bayern.

Verbandspräsident Reiner Holznagel appellierte an die Politik, die Altschulden abzubauen. «Mit mehr als 2000 Milliarden Euro verharrt der gesamte Schuldenstand Deutschlands immer noch auf einem viel zu hohen Niveau», betonte er. (dpa)

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