Telefonkosten
Wer bei einer Hotline anruft, reibt sich hinterher beim Blick auf die Telefonrechnung mitunter die Augen: Allein die Warteschleife kann einen zweistelligen Euro-Betrag ausmachen. Foto Marc Müller

Wer bei einer Hotline anruft, reibt sich hinterher beim Blick auf die Telefonrechnung mitunter die Augen: Allein die Warteschleife kann einen zweistelligen Euro-Betrag ausmachen. Foto Marc Müller

dpa

Wer bei einer Hotline anruft, reibt sich hinterher beim Blick auf die Telefonrechnung mitunter die Augen: Allein die Warteschleife kann einen zweistelligen Euro-Betrag ausmachen. Foto Marc Müller

Berlin (dpa) - Der verbesserte Schutz vor teuren Telefon-Warteschleifen hat die letzte Hürde genommen. Der Bundesrat billigte am Freitag in Berlin einstimmig den zuvor gefundenen Kompromiss im Vermittlungsausschuss.

Somit dürfen bei Servicenummern nach einer einjährigen Übergangsfrist keine überteuerten Warteschleifen mehr geschaltet werden. Unter Vorwahlen wie 0180 oder 0900 wurden dafür bislang teilweise drei Euro und mehr fällig. Bereits am Donnerstag hatte der Bundestag zugestimmt.

Erlaubt bleiben Warteschleifen bei Gratis-Nummern und bei Hotlines mit einer normalen Ortsvorwahl sowie bei Anrufen, für die ein Festpreis gilt oder die angerufene Firma die Kosten selber trägt. Der sächsische Vertreter im Bundesrat, Staatsminister Karl Johannes Beermann (CDU), sagte, damit zahlten Anrufer bei kostenpflichtigen Hotlines erst dann, wenn ihr Anliegen tatsächlich bearbeitet werde.

Mit dem Gesetz soll auch der Ausbau schneller Internetverbindungen auf dem Land vorangetrieben werden. Hier hatte es Änderungswünsche der Bundesländer gegeben. Deshalb war das Gesetz im Vermittlungsausschuss gelandet. Die Regelungen zu den Warteschleifen waren hingegen unstrittig.

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