Andreas Reiter.
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Andreas Reiter.

Sergej Lepke

Andreas Reiter.

So kurz nach der Tat werden viele Menschen empört auf die Überlegung reagieren, den Lastwagen, der für das grausame Attentat in Berlin verwendet wurde, im Haus der Geschichte auszustellen. Das ist verständlich – greift aber zu kurz. Das Museum kann nicht nur bunte Eisdielen oder Motorroller aus den 1950er Jahren zeigen. Die Realität sieht wahrlich anders aus. Der islamistische Terror ist längst in Deutschland angekommen. Das sollte man an einem Ort abbilden dürfen, der sich mit der kompletten Geschichte eines Landes auseinandersetzt. Und da gab es auch andere Arten von Terrorismus – siehe RAF- und NSUAnschläge, die ebenfalls großes Leid ausgelöst haben.

Natürlich ist dabei Fingerspitzengefühl gefragt. Das kann man den Verantwortlichen des Hauses der Geschichte aber gerne zutrauen. Sie werden natürlich – wenn sie es denn tun – bei der Präsentation des Lastwagens oder Teilen davon Wert darauf legen, nicht nur plakativ mit dem Thema umzugehen, sondern einen Kontext herzustellen, der das Geschehene einordnet. Sich jetzt schon Gedanken zu diesem Thema zu machen ist absolut richtig.

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