Joachim Stamp
Joachim Stamp (Archivbild).

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Guido Kirchner/dpa

Joachim Stamp (Archivbild).

Düsseldorf. Tief in die Unterhaltungskiste haben sie zum politischen Aschermittwoch bei der FDP in NRW nicht gegriffen. Landeschef Joachim Stamp erklärte in Dr. Thompson's Seifenfabrik in Düsseldorf-Oberbilk zum Katerfrühstück bevorzugt, warum die FDP über ein gescheitertes Jamaika-Bündnis die nun chaotische bundespolitische Szenerie in Kauf nehmen musste: „Ergebnisse bei Digitalisierung, Energie oder Entlastung der Mittelschicht haben widerstrebt und hätten uns als FDP wieder so beliebig wie vorher gemacht“, rief der NRW-Familien- und Integrationsminister den rund 250 Mitgliedern zu, zu denen Ex-Landeschef Christian Lindner am Mittwoch nicht zählte.

Lieber wären Stamp Neuwahlen: Er glaube nicht, dass vor allem Populisten davon profitieren würden. „Die Unterschiede zwischen den Parteien sind inzwischen sehr klar herausgearbeitet", sagte Stamp. In der neu verhandelten Groko würden alle Gräben mit Geld zugeschüttet. Wie lange das in dem „Kanzlerinnenwahlverein CDU” gut gehe? Ein „ständiger Kompromiss auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner“ bringe jedenfalls das Land nicht voran, so Stamp, der für „glaubwürdige Politik“ der FDP auch in NRW warb.

„Wie wichtig das ist, sieht man an der SPD.“ Deshalb habe man in NRW auch die wichtigen Ministerien übernommen: Familie, Integration und Flüchtlinge, Schule und Wirtschaft/Digitales. Schräge Unterhaltung am Rande: Wie Stamp arbeitete sich auch Partei-Vize Marie-Agnes Strack-Zimmermann auffällig an der AfD ab und gab den Song „Who the fuck is Alice“ in Anspielung an Alice Weidel zum Besten. Unsicher im Rhythmus - und wohl auch etwas zu gewollt. Witzig geht anders.

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