Verhandlungen im öffentlichen Dienst scheitern. Angestellte Lehrkräfte starten im Regierungsbezirk Düsseldorf.

Lehrer wollen ab Dienstag an NRW-Schulen streiken
Nach den vorerst ergebnislosen Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder gibt es in der kommenden Woche auch Warnstreiks der Lehrer an den Schulen in NRW. Das Transparent hing 2013 an einer Grundschule in Berlin, als dort die Lehrer streikten.

Nach den vorerst ergebnislosen Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder gibt es in der kommenden Woche auch Warnstreiks der Lehrer an den Schulen in NRW. Das Transparent hing 2013 an einer Grundschule in Berlin, als dort die Lehrer streikten.

Kay Nietfeld

Nach den vorerst ergebnislosen Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder gibt es in der kommenden Woche auch Warnstreiks der Lehrer an den Schulen in NRW. Das Transparent hing 2013 an einer Grundschule in Berlin, als dort die Lehrer streikten.

Potsdam. Nach dem vorläufigen Scheitern der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst der Länder wollen ab Dienstag bundesweit Lehrer streiken. Warnstreiks gebe es auch an Unikliniken, beim Küstenschutz, in Straßenmeistereien und Landesverwaltungen, kündigte der Chef der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, gestern in Potsdam an. „Die Arbeitgeber haben kein Lohnangebot vorgelegt und verlangen Einschnitte bei der betrieblichen Altersvorsorge.“

An den Schulen gehen angestellte Lehrer in den Ausstand. Davon gibt es in Deutschland gut 200 000, rund 40 000 davon in Nordrhein-Westfalen. Etwa 9000 von ihnen hatten bei den Tarifverhandlungen vor zwei Jahren an seinerzeit vier Tagen gestreikt. Die 650 000 verbeamteten Lehrer streiken nicht. Für Nordrhein-Westfalen heißt das laut Bildungsgewerkschaft GEW: Angestellte Lehrer streiken am Dienstag im Regierungsbezirk Düsseldorf, Schwerpunkte seien Duisburg, Düsseldorf, Essen und Wuppertal.

Am Mittwoch folgen Streiks in den Regierungsbezirken Köln und Detmold, am Donnerstag in Arnsberg und Münster. Die Kernforderung der Gewerkschaften lautet 5,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 175 Euro mehr, ein Ende von Befristungen ohne Sachgrund sowie Einstellungszusagen für Azubis. Als Hauptgründe für das vorläufige Scheitern erwiesen sich aber starke Differenzen bei betrieblicher Altersvorsorge und der tariflichen Eingruppierung der Lehrer.

Als „Provokation“ bezeichnete es GEW-Verhandlungsführer Andreas Gehrke, dass die Länder eine Lehrer-Aufwertung ablehnten. Die nächste Runde ist für Mitte März angesetzt. Verhandelt wird für die rund 800 000 Landesangestellten. dpa/kup

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