Der Ministerpräsident des Saarlandes, Peter Müller, im Bundesrat: Müller will sein Amt angeblich im Sommer aufgeben. (Archivbild)
Der Ministerpräsident des Saarlandes, Peter Müller, im Bundesrat: Müller will sein Amt angeblich im Sommer aufgeben. (Archivbild)

Der Ministerpräsident des Saarlandes, Peter Müller, im Bundesrat: Müller will sein Amt angeblich im Sommer aufgeben. (Archivbild)

dpa

Der Ministerpräsident des Saarlandes, Peter Müller, im Bundesrat: Müller will sein Amt angeblich im Sommer aufgeben. (Archivbild)

Saarbrücken (dpa) - Nach 12 Jahren an der Spitze der Saar-Regierung zieht sich Ministerpräsident und CDU-Landeschef Peter Müller voraussichtlich bis zum Sommer aus der Politik zurück.

Seine Nachfolgerin in beiden Ämtern soll Sozialministerin Annegret Kramp- Karrenbauer werden, berichtete der Saarländische Rundfunk (SR) am Donnerstagabend in Saarbrücken unter Berufung auf CDU-Kreise. Darauf habe man sich in internen Gesprächen verständigt.

Müller will voraussichtlich Anfang kommenden Jahres Bundesverfassungsrichter werden. Er hat bisher zu entsprechenden Berichten geschwiegen. Der 55-Jährige leitet seit 15 Jahren seine Landespartei und steht seit 1999 an der Spitze der Saar-Regierung. Seit dem Verlust der absoluten Mehrheit der CDU führt er die bundesweit erste schwarz-gelb-grüne Koalition.

Kramp-Karrenbauer bekleidet seit 2000 Ministerämter im Saar- Kabinett. Derzeit ist sie für Soziales, Arbeit, Familie, Prävention und Sport zuständig. Die 48-Jährige gilt als Wunschkandidatin Müllers. Es wird erwartet, dass er Kramp-Karrenbauer bei einer Klausurtagung der Landes-CDU am Samstag in Eppelborn offiziell als Nachfolgerin vorschlägt.

Dort soll voraussichtlich auch ein Fahrplan für den Machtwechsel erstellt werden. Geplant ist nach dem SR-Bericht, dass Kramp- Karrenbauer den Posten an der Spitze der Landespartei nach den Osterferien übernimmt, das Ministerpräsidentenamt noch vor, aber spätestens nach der Sommerpause.

Bei den internen Gesprächen sei eine Einigung mit Innenminister Stephan Toscani erreicht worden, berichtete der SR. Toscani galt ebenfalls als Kandidat für die Nachfolge von Müller.

Für das Justizministerium, das derzeit ebenfalls von Müller geführt wird, ist nach dem Bericht der parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion, Thomas Schmitt, im Gespräch. Er solle dann auch die Staatskanzlei leiten, hieß es. Deren bisheriger Leiter Karl Rauber wolle sein Amt zur Verfügung stellen.

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