Röttgen bleibt trotz Kritik im Kabinett.

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Norbert Röttgen erhält Rückendeckung von Angela Merkel.

Norbert Röttgen erhält Rückendeckung von Angela Merkel.

dpa

Norbert Röttgen erhält Rückendeckung von Angela Merkel.

Berlin/Düsseldorf. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat das schlechteste CDU-Ergebnis in NRW – 26,3 Prozent – eine „bittere, schmerzhafte Niederlage“ genannt. Dennoch will sie an dem gescheiterten Spitzenkandidaten Norbert Röttgen (CDU) als Bundesumweltminister festhalten. „Die Kontinuität der Aufgabenerfüllung ist notwendig, um die Energiewende vernünftig gestalten zu können“, sagte Merkel nach Sitzungen der CDU-Spitzengremien in Berlin.

Röttgen selbst betonte ebenfalls, dass er Minister bleiben wolle: „Ich denke nicht über einen Wechsel aus der Politik sonst wohin nach.“ Er wolle „engagiert und gut“ seine Arbeit als Umweltminister machen und Abgeordneter bleiben.

CSU-Chef Seehofer attackiert die Arbeit des Umweltministers

Zuvor hatte es auch aus den eigenen Reihen massive Kritik an Röttgen gegeben. Für Ärger sorgte insbesondere CSU-Chef Horst Seehofer. Der bayrische Ministerpräsident hatte in der „Bild“ indirekt Röttgens Eignung als Umweltminister infrage stellte: „Die Menschen wollen endlich Antworten hören, wie es mit der Energiewende weitergehen soll. Sie wollen sehen, dass wir aufs Tempo drücken. Ich hoffe, der Bundesumweltminister geht mit dieser Herausforderung anders um als mit dem Wahlkampf in NRW.“

Wolfgang Bosbach (CDU), Innenexperte der Unions-Bundestagsfraktion, sagte: „Es hätte der CDU geholfen, wenn Norbert Röttgen sich zu Beginn des Wahlkampfes für Düsseldorf entschieden hätte – und zwar ohne Wenn und Aber und auf dem Platz, den der Wähler ihm zuweist.“ Röttgen hatte sich im Wahlkampf nicht darauf festlegen wollen, ob er auch im Falle einer Wahlniederlage als Oppositionsführer nach Düsseldorf wechseln wolle.

Röttgen hatte noch Sonntagabend seinen Rückzug vom Amt des CDU-Landesvorsitzenden in NRW angekündigt. Am Montag übernahm er erneut die Verantwortung für das Wahldebakel: „Wir haben es nicht vermocht (. . .), eine Wechselstimmung zu begründen.“ Red

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