Der ehemalige Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) bei seiner Verabschiedung in Berlin
Der ehemalige Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) bei seiner Verabschiedung in Berlin

Der ehemalige Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) bei seiner Verabschiedung in Berlin

dpa

Der ehemalige Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) bei seiner Verabschiedung in Berlin

Berlin (dpa) - Der als Minister zurückgetretene Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hat sich nach Medienberichten bei Wissenschaftlern des Bundestags wegen der unrechtmäßigen Verwendung ihrer Texte entschuldigt.

In seinem Schreiben gab der Ex-Verteidigungsminister zu, er habe Teile aus «den von Ihnen geschriebenen» Texten für seine Doktorarbeit «wörtlich übernommen, ohne Ihre Autorenschaft in wissenschaftlich redlicher Weise zu kennzeichnen». Entsprechend zitierten ihn die Magazine «Focus» und «Spiegel». Dafür wolle er «persönlich aufrichtig um Entschuldigung bitten». Eine Erklärung lieferte Guttenberg demnach nicht.

Die Schreiben sind jeweils persönlich adressiert, die Anrede ist handschriftlich und unterzeichnet mit «Ihr sehr ergebener KT Guttenberg». Es geht insgesamt um sechs Expertisen des Wissenschaftlichen Diensts des Bundestags.

Guttenberg war zurückgetreten, weil ein Großteil seiner Doktorarbeit aus nicht gekennzeichneten Texten fremder Autoren besteht. Die Universität Bayreuth hatte ihm deshalb den Titel aberkannt. Sie prüft ebenso wie die Staatsanwaltschaft Hof, ob Guttenberg als Doktorand vorsätzlich getäuscht hat.

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