Niederrheiner reichten am Montag die Bewerbung bei der Unesco ein. Initiatoren hoffen auf mehr Anerkennung für Tradition und Ehrenamt.

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Viele Kinder freuen sich darauf, wenn sie bald wieder ihre Laternen für Sankt Martin basteln.

Viele Kinder freuen sich darauf, wenn sie bald wieder ihre Laternen für Sankt Martin basteln.

dpa

Viele Kinder freuen sich darauf, wenn sie bald wieder ihre Laternen für Sankt Martin basteln.

Brüggen/Kempen/Leverkusen. Heinz Brinkschulte hat kein Pferd mehr. Aber im Dorf wird er trotzdem immer der Sankt Martin bleiben. In Leverkusen-Hitdorf zogen Generationen von Kindern mit ihren Laternen hinter ihm her. 63 Mal saß Brinkschulte als Sankt Martin auf dem Pferd. Bis vergangenes Jahr. Die Grundschulen wollen ihn nicht mehr als Sankt Martin, erzählt er: Wahrscheinlich halten sie ihn für zu alt. Zuletzt stieg der heute 84-Jährige mit Hilfe eines Stuhls aufs Pferd, „aber nur, weil das mit dem Kostüm so schwer ist. Ansonsten geht das auch ohne.“ Er muss das nicht beweisen.

Die beiden Schulleiterinnen der Grundschulen im Dorf haben da wohl ihre Zweifel. „Die haben mich gefragt, ob ich denn überhaupt noch gesund genug sei“, erzählt Brinkschulte. „Wahrscheinlich gesünder als Sie beide zusammen“, habe er geantwortet. Die Schulen machen jetzt ihr eigenes Ding, ohne ihn. Das Martinskommitee im Dorf hat sich aufgelöst, angeblich nach Querelen mit den Schulen. Die Schulleiterinnen wollen dazu nichts mehr sagen.

Antrag bei Unesco-Kommission eingereicht

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