Berlin. Die Koalition, SPD und Grüne haben mit der Linken- Chefin Gesine Lötzsch wegen ihrer Kommunismus-Äußerungen im Bundestag abgerechnet. Fraktionsvize Ulrich Maurer verteidigte ihre Haltung in einer Aktuellen Stunde gestern als einziger Redner der Linken. Lötzsch war auf dem Weg zu einem Neujahrsempfang der hessischen Linken-Fraktion, wie ein Sprecher in Wiesbaden bestätigte.

Hermann Gröhe erinnerte an die Gewaltherrschaft

„Unser Land braucht keine Anstrengungen, neue Wege zum Kommunismus auszuprobieren“, sagte CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe. „Wo immer Wege zum Kommunismus ausprobiert wurden, endete es in Terror und Unterdrückung“, mahnte er.

Wolfgang Thierse (SPD) sagte: „Dass der Kommunismus eine blutige Geschichte hat, spielt im politischen Denken der Gesine Lötzsch offensichtlich keine Rolle.“ Die Ignoranz gegenüber den Opfern sei beschämend. „Und es ist verräterisch, denn unüberhörbar ist die Botschaft an linke Sympathisanten.“

Maurer wies sämtliche Kritik als „Summation von falschen Anschuldigungen“ zurück. Die Linke sei die einzige Partei in Deutschland, die Gewalt und Krieg als Mittel der Politik kompromisslos ablehne. Das bestehende Wirtschaftssystem kritisierte er: „Die Idee des Kapitalismus hat Millionen von Toten in Vietnam zu verantworten.“ dpa

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