CDU-Politikerin Serap Güler
Serap Güler (CDU) hat ihren Platz im Landtag verloren.

Serap Güler (CDU) hat ihren Platz im Landtag verloren.

Rolf Vennenbernd

Serap Güler (CDU) hat ihren Platz im Landtag verloren.

Düsseldorf. Der CDU-Sieg auf der ganzen Linie hat einen Preis: Landtagskandidaten, die ihren Wahlkreis nicht direkt gewonnen haben, hilft auch eine Absicherung über die CDU-Landesliste nicht. Die CDU hat so viele Direktmandate geholt, dass nicht einmal Armin Laschet (Listenplatz 1) es in den Landtag geschafft hätte, ohne seinen Aachener Wahlkreis zu holen.

Prominentestes Opfer des CDU-Erfolgs: Die Kölnerin Serap Güler (Platz 6), bisher integrationspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion. „Ich persönlich habe es leider nicht geschafft, meinen Wahlkreis zu holen. Der Einzug in den Landtag klappt diesmal leider nicht. Glückwunsch an meine Gegenkandidatin der SPD. Es war ein harter aber stets fairer Wahlkampf“, schrieb Güler noch am Wahlabend bei Facebook, und: „Ein Riesendank geht aber auch an mein Team: Ihr habt alles gegeben und mich immer ertragen! DANKE euch für euren Einsatz, der grandios war und für eure Geduld mit mir! Ohne euch hätte ich das niemals geschafft! Wir machen sicher irgendwie weiter! Jetzt aber genießen wir einfach den Erfolg für unsere Partei. Man kann ja nicht immer alles haben.“ Vielleicht aber fast: Sollte es wieder ein Integrationsministerium geben, dürfte der künftige Ministerpräsident kaum auf die Mitarbeit Gülers verzichten.

Übersichtskarte: Die Wahlergebisse in NRW

Bei den Grünen wird der Düsseldorfer Stefan Engstfeld, bisher stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Sprecher im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss zum Landes-Baubetrieb BLB, nicht in den Landtag zurückkehren. Er kandidierte auf Platz 16 der Liste, die aber nur bis Platz 14 zog. „Bye Bye Landtag NRW. Jetzt steht es amtlich fest: Es hat für mich nicht gereicht. Ich habe gestern Nacht den Einzug in den Landtag NRW um 2 Plätze verpasst“, verabschiedete sich Engstfeld bei Facebook, und schrieb: „Es waren aufregende, intensive und erfüllende sieben Jahre im Landesparlament. Ich bin für diese Zeit unendlich dankbar. Ich hoffe den einen oder anderen Fußabdruck hinterlassen zu haben ;-) Jetzt brechen neue Zeiten an. Mal schauen, wohin es mich treibt.“

Bei der SPD müssen reihenweise Abgeordnete ihre Sitze im Landesparlament räumen: Aus Düsseldorf Marion Warden und Walburga Benninghaus, alle vier SPD-Abgeordneten aus dem Kreis Mettmann (Jens Geyer, Manfred Krick, Elisabeth Müller-Witt und Volker Münchow), Rainer Thiel (Rhein-Kreis Neuss), Angela Tillmann (Mönchengladbach) oder die Kölner Medienpolitiker Lisa Steinmann.

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