Die SPD im Aufwind: Bundesweit liegt sie vor der CDU, auch im Land geht es rauf. Hannelore Kraft erhält hundert Prozent Zustimmung. (1/2)

Landesdelegiertenkonferenz der NRW-SPD
Bundesweit liegt die SPD vor der CDU. Und auch im Land soll es aufwärtsgehen – mit Hannelore Kraft.

Bundesweit liegt die SPD vor der CDU. Und auch im Land soll es aufwärtsgehen – mit Hannelore Kraft.

Marius Becker

Bundesweit liegt die SPD vor der CDU. Und auch im Land soll es aufwärtsgehen – mit Hannelore Kraft.

Düsseldorf. Mit Hannelore Kraft als Spitzenkandidatin und dem Kernthema soziale Gerechtigkeit will die nordrhein-westfälische SPD bei der Landtagswahl am 14. Mai stärkste Kraft werden. Bei einer Parteikonferenz in Düsseldorf wurde die Landesvorsitzende und Ministerpräsidentin am Samstag einstimmig von allen 422 Delegierten auf Platz 1 der Landesliste gewählt. Die 55-Jährige, die ihre Partei zum dritten Mal in Folge in eine Landtagswahl führt, hatte keinen Gegenkandidaten. Die SPD genießt derzeit ein Stimmungshoch: Am Sonntag zogen die Sozialdemokraten bundesweit in einer Emnid-Umfrage erstmals seit einem Jahrzehnt wieder an der Union vorbei. Im „Sonntagstrend“ für die „Bild am Sonntag“ stieg die SPD im Vergleich zur Vorwoche um einen Punkt auf 33 Prozent. Die CDU/CSU verlor einen Punkt und kam auf 32 Prozent. Linke (8 Prozent) und Grüne (7 Prozent) blieben unverändert. Dadurch hätte ein rot-rot-grünes Bündnis derzeit eine knappe Mehrheit.

Und auch in Nordrhein-Westfalen, wo die SPD seit 2010 mit den Grünen regiert, erfreut sich die Partei an einer aktuellen Umfrage: Nach einer am Sonntag veröffentlichten Umfrage von Infratest dimap für das WDR-Magazin „Westpol“ steigt die SPD um 5 Punkte auf 37 Prozent. 2012 war die SPD mit 39,1 Prozent deutlich stärkste Partei geworden. Die mitregierenden Grünen sacken in dieser Umfrage allerdings um 5 Punkte auf 7 Prozent ab. Beide haben damit keine Mehrheit mehr. Die CDU verliert 2 Punkte und kommt auf 30 Prozent. Die AfD liegt bei 10 Prozent und würde drittstärkste Kraft im Land, die FDP bei 7 und die Linke bei 6 Prozent.

Könnten die Wähler den Regierungschef in NRW direkt wählen, so ginge das mit 58:26 Prozent für Kraft gegen den CDU-Kandidaten Armin Laschet aus.

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