Der 1. Mai fällt auf einen Sonntag. Deshalb entgeht Arbeitnehmern ein freier Tag. Mitglieder der Bundestagsfraktionen machen sich dafür stark, solche Feiertage nachzuholen.

Feiertag
Der Tag der Arbeit fällt dieses Jahr auf einen Sonntag - ganz und gar nicht arbeitnehmerfreundlich. (Symbolbild)

Der Tag der Arbeit fällt dieses Jahr auf einen Sonntag - ganz und gar nicht arbeitnehmerfreundlich. (Symbolbild)

dpa

Der Tag der Arbeit fällt dieses Jahr auf einen Sonntag - ganz und gar nicht arbeitnehmerfreundlich. (Symbolbild)

Berlin. Es ist ein Ärgernis für Arbeitnehmer. Ausgerechnet der "Tag der Arbeit", der 1. Mai, ist in diesem Jahr ein Sonntag. Damit fällt ein zusätzlicher freier Tag weg, um sich um die Familie zu kümmern oder einfach nur auszuspannen. Politiker der Bundestagsfraktionen machen sich deshalb jetzt dafür stark, Feiertage, die auf einen Sonntag fallen, rasch nachzuholen. In anderen Ländern ist das bereits üblich.

In Deutschland gibt es bundesweit fünf fest an den Kalender gebundene Feiertage: der 1. Mai als "Tag der Arbeit", der 3. Oktober als "Tag der Einheit", die zwei Weihnachtsfeiertage am 25. und 26. Dezember sowie der Neujahrstag am 1. Januar. Fast jedes Jahr gehören die Beschäftigten aber zu den Verlierern. So fallen auch in diesem Jahr zwei Feiertage wieder auf ein Wochenende, der 1. Mai und der 25. Dezember. Ein zusätzlicher freier Tag ist futsch.

Das wollen Politiker nun ändern. "Es kann nicht sein, dass den Arbeitgebern regelmäßig zusätzliche Arbeitstage geschenkt werden, die eigentlich als bezahlte Feiertage den Beschäftigten zustehen", bemängelt die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Sabine Zimmermann. Von einer Kompensationsregelung würden alle Beschäftigten profitieren. Ebenso die neun Millionen Arbeitnehmer, die ständig oder regelmäßig am Wochenende arbeiteten. Denn für sie würde der Ausgleichstag in der Werkwoche genauso gelten.

Auch andere Politiker können sich mit der Idee anfreunden, die eigentlich freien Tage nachzuholen. Die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der SPD, Katja Mast, sagt: "Das wäre natürlich ein Zeichen zur Entlastung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer."

Priorität müsse aber zunächst die Debatte über die Zukunft der Arbeit, der Rente "und die dringende Regulierung von Leiharbeit und Werkverträgen" haben, ergänzt Mast. Vor allem das Nachholen des 1. Mai als freien Tag sei wichtig, meint die Grünen-Expertin Beate Müller-Gemmeke. "Das hätte Charme. Dann haben Beschäftigte zum einen Zeit für die Kundgebung am Sonntag und können am freien Montag ihre Zeit der Familie widmen", so die arbeitsmarktpolitische Sprecherin.

Andere Länder sind diesbezüglich schon arbeitnehmerfreundlicher als Deutschland. So werden in Belgien oder Großbritannien feste Feiertage, die auf ein Wochenende fallen, am darauffolgenden Werktag nachgeholt. Auch in Spanien gibt es einen Ausgleich direkt am Montag danach. Und eine spezielle Regelung findet sich in Luxemburg: Fällt ein gesetzlicher Feiertag auf einen Sonntag, so muss der Arbeitgeber stattdessen seinen Beschäftigten an einem anderen Tag frei geben.

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