Das Qualmen kostet die Firmen viel Geld und nervt die Kollegen, die die Arbeit miterledigen müssen.

Ein Bild, das bald der Vergangenheit angehören könnte: die Zigarettenpause im Freien.
Ein Bild, das bald der Vergangenheit angehören könnte: die Zigarettenpause im Freien.

Ein Bild, das bald der Vergangenheit angehören könnte: die Zigarettenpause im Freien.

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Ein Bild, das bald der Vergangenheit angehören könnte: die Zigarettenpause im Freien.

Berlin. Am Schreibtisch ist die Kippe zwischendurch in den meisten Firmen längst tabu. Jetzt wollen Unternehmensverbände den blauen Dunst während der Arbeitszeit generell verbieten. Der Zigarettenpause droht das Aus – egal, ob im eigenen Raucherraum oder im Nieselregen vor der Tür.

Qualmen soll nur noch in der Mittagspause und nach Feierabend erlaubt sein, fordert der Präsident des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), Mario Ohoven. Ihm geht es auch ums Geld, denn Raucherpausen sind angeblich für die Firmen teuer.

„Gymnastik statt Glimm-stängel“, das ist Ohovens Vorschlag für Pausen während der Arbeitszeit. Mit dem blauen Dunst jedenfalls soll Schluss sein, verlangte der Düsseldorfer Unternehmer.

Nur drei Unterbrechungen am Tag kosten 2000 Euro im Jahr

Der Arbeitsablauf in den Betrieben werde durch häufige Unterbrechungen empfindlich gestört. Außerdem könnten sich Nichtraucher – die weniger Pausen nehmen – gegenüber den rauchenden Kollegen benachteiligt fühlen, befürchtet die Chefin des Unternehmerverbands mittelständische Wirtschaft (UMW), Ursula Frerichs. „Es kann nicht sein, dass Nichtraucher bestraft werden“, sagte sie.

Vor allem aber soll der Rauch-Verzicht auch Geld sparen. Selbst bei nur drei fünfminütigen Zigarettenpausen am Tag koste ein Raucher seinen Arbeitgeber im Jahr deutlich über 2000 Euro, rechnet der BVMW vor.

 

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