Äußerungen über Rösler lösen Unmut aus.

Sebastian Kahnert

Berlin. Neue Unruhe in der FDP vor dem Dreikönigstreffen: Der künftige Generalsekretär Patrick Döring (Foto: dpa) hat Parteichef Philipp Rösler als „Wegmoderierer“ bezeichnet – er sei „kein Kämpfer“. Das sagte Döring laut einem „Stern“-Vorabbericht. Später relativierte er dies.

Die Darstellung, er habe seinem Vorgänger Christian Lindner einen Putschversuch unterstellt, wies Döring auch zurück. In FDP-Kreisen wurde sein Agieren als wenig hilfreich vor dem wichtigen Parteitreffen am Freitag in Stuttgart bewertet.

Döring soll Lindner laut „Stern“ vorgeworfen haben, vom Amt des Generalsekretärs nur deshalb zurückgetreten zu sein, um zügig FDP-Chef werden zu können. „Er hat geglaubt, dass die Lage so instabil ist, dass Philipp Rösler zurücktreten muss und dass die Partei ihn, den großen Intellektuellen, dann ruft.“ Der „Stuttgarter Zeitung“ erklärte Döring, er habe nur verschiedene Motive für Lindners Rücktritt darlegen wollen, die in der Partei diskutiert würden. „Ich habe mir aber ausdrücklich keine der verschiedenen Deutungen zu eigen gemacht.“

Weiter sagte er zu Rösler, dieser sei „ein hervorragender Vorsitzender, aber vom Stil her eben kein Raufbold, sondern in erster Linie Stratege, auch Motivator und Moderator“. Im „Stern“ hieß es: „Dieses Jeder gegen Jeden ist mir auch zuwider, und ihm (Rösler) noch mehr.“ dpa

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