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Patrick Pleul

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Berlin. Geburtenrate steigt deutlich an - Forscher sehen Erfolg der Familienpolitik Nach 35 Jahren des Rückgangs ist die Geburtenrate in Deutschland zuletzt wieder deutlich angestiegen. Das geht aus einer Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) hervor, in der Zahlen aus der amtlichen Bevölkerungsstatistik hochgerechnet wurden.

Die Berechnungen beziehen sich dabei auf die Gesamtzahl der Kinder, die Frauen eines Jahrgangs in ihrem Leben bekommen. Demnach wird sich die endgültige Kinderzahl von Frauen, die 1973 geboren wurden, auf 1,56 erhöhen. Für die nachfolgenden Jahrgänge ist sogar mit einem Anstieg auf knapp 1,60 zu rechnen. Frauen des Geburtsjahrgangs 1968 hatten mit nur 1,49 Kindern den bisherigen Tiefpunkt markiert. In den neuen Bundesländern war die Rate zeitweise auf unter 1,4 gefallen. Deutschland lag damit lange auf einem der letzten Plätze der Welt.

"Der Rückgang der Geburtenrate ist gestoppt", erklärte der Familienforscher Martin Bujard. "Auf Basis dieser Zahlen kann man sogar von einer Trendwende sprechen." Trotz der Zunahme liegt die Geburtenrate in Deutschland allerdings noch immer weit unter dem Niveau von 2,1 Kindern pro Frau, das nötig wäre, um die Generationen zu reproduzieren. Diesen Wert hatten zuletzt Frauen erreicht, die Mitte der 1930er Jahre geboren wurden.

Diese Müttergeneration war in der Nachkriegszeit maßgeblich für den sogenannten "Babyboom" verantwortlich. Seitdem war die Geburtenrate kontinuierlich zurückgegangen. Die Gründe für den jetzt berechneten Anstieg sind laut Bujard vielfältig und auch darauf zurückzuführen, dass sich das Umfeld für Familien insgesamt verbessert hat: "Heute wünschen sich wieder mehr Paare Kinder als vor einigen Jahren. Zudem hat der Ausbau der Kinderbetreuung zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie beigetragen."

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