Ein an einer Kette befestigtes Schild warnt vor Strahlung im atomaren Zwischenlager in Gorleben. Foto: Jochen Lübke/Archiv
Ein an einer Kette befestigtes Schild warnt vor Strahlung im atomaren Zwischenlager in Gorleben. Foto: Jochen Lübke/Archiv

Ein an einer Kette befestigtes Schild warnt vor Strahlung im atomaren Zwischenlager in Gorleben. Foto: Jochen Lübke/Archiv

dpa

Ein an einer Kette befestigtes Schild warnt vor Strahlung im atomaren Zwischenlager in Gorleben. Foto: Jochen Lübke/Archiv

Ulm (dpa) - Bei der Suche nach einem Endlager für deutschen Atommüll setzt der EnBW-Miteigentümer OEW auf eine Lösung im Ausland.

«Ich bin ziemlich sicher, dass es der Politik nicht gelingen wird, in der dicht besiedelten Bundesrepublik Deutschland einen geologisch geeigneten Standort für ein Endlager durchzusetzen», sagte der Chef des kommunalen Zweckverbands Oberschwäbische Elektrizitätswerke (OEW), Heinz Seiffert, der Deutschen Presse-Agentur in Ulm. Der Verband ist neben dem Land Baden-Württemberg Haupteigentümer des Versorgers EnBW.

Derzeit nutze Deutschland - zumindest wenn es nicht genügend eigenen Strom gibt - Atomstrom aus dem Ausland. «Da ist es doch nicht unlogisch, auch unseren Atommüll dort hinzubringen - es gibt auch in diesem Bereich einen «Weltmarkt»», sagte Seiffert. Er sorge sich, dass man in 30 oder 40 Jahren immer noch auf großteils oberirdische Zwischenlager angewiesen sei, weil kein Endlager in Deutschland gefunden werden konnte.

Baden-Württembergs Energie- und Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) lehnte den Vorstoß kategorisch ab. «Es ist abwegig, darüber nachzudenken, den Müll um die halbe Welt zu schicken und zu glauben, damit das Problem lösen zu können», sagte ein Sprecher. Deutschland trage für den in seinen Atomkraftwerken produzierten radioaktiven Abfall eine Verantwortung, die sich nicht delegieren lasse.

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