Dyckmans
Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans. Foto: Jens Kalaene / Archiv

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans. Foto: Jens Kalaene / Archiv

dpa

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans. Foto: Jens Kalaene / Archiv

Berlin (dpa) - Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans (FDP), befürchtet mehr Konsum bei einer Freigabe von Cannabis.

«Man sieht, dass das Verbot durchaus eine Wirkung hat. Und es hat auch ein Signal für die Jugendlichen: Dass eben Cannabis gefährlich ist und man es nicht konsumieren soll», sagte Dyckmans im ZDF-«Morgenmagazin». Deswegen lehne sie eine Legalisierung ab.

Cannabis berge viele gesundheitliche und soziale Gefahren. «Wir sind nicht in der Lage deutlich zu machen, wie gefährlich Cannabis ist», beklagte Dyckmans. Heute habe Cannabis einen viel höheren Wirkstoffgehalt als früher. Jugendliche würden wegen der Droge die Schule abbrechen oder Depressionen bekommen. Auch müssten immer mehr Menschen in Behandlung, weil sie einen problematischen Cannabis-Konsum hätten.

Die Forderung der Linken nach Cannabis-Clubs hat nach Ansicht von Dyckmans keine Chance, im Bundestag durchzukommen. An heutigen Mittwoch wird in einer Expertenanhörung über den Antrag beraten. «Wenn man Cannabis jetzt legalisiert, dann ist das so ein Signal: Naja, so gefährlich ist es ja nicht. Und das möchten wir vermeiden.»

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