Ermittler suchen nach möglichen Hintermännern der Terroristen

Paris (dpa) - Nach dem Ende der beiden Geiselnahmen suchen französische Ermittler nach möglichen Hintermännern der drei getöteten islamistischen Attentäter. Fünf Personen seien in Polizeigewahrsam, sagte Staatsanwalt François Molins am späten Abend in Paris. Die Freundin des Mannes, der Geiseln in einem jüdischen Supermarkt genommen hatte, sei noch nicht gefasst. Die Fahnder wollen herausfinden, woher die Waffen der Terroristen stammten und ob die Männer Anweisungen erhielten. Bei den Geiselnahmen und den Einsätzen zur Befreiung wurden insgesamt sieben Menschen getötet.

Al-Kaida-Ableger droht Frankreich mit weiteren Anschlägen

Paris (dpa) - Die Terrorgruppe Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel hat Frankreich mit weiteren Anschlägen gedroht. Es werde neue Angriffe geben, sollte das Land nicht damit aufhören, den Islam, seine Symbole und die Muslime zu «bekämpfen», schrieb die Dschihad-Beobachtungsplattform Site. Sie berief sich auf eine per Video verbreitete Rede von Harith bin Ghasi al-Nadhari, einer der wichtigsten Glaubenshüter der Gruppe.

Merkel nimmt an Solidaritätsmarsch in Paris teil

Hamburg (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel will am Sonntag an einem Solidaritätsmarsch für die Opfer der islamistischen Terrorattacken in Paris teilnehmen. Es sei ein wichtiges Zeichen der deutsch-französischen Freundschaft, dass wir in dieser Stunde zusammenstehen, sagte Merkel in Hamburg vor Beginn einer CDU-Vorstandsklausur in Hamburg. Sie habe dem Staatspräsidenten François Hollande die Teilnahme zugesagt. Auch Innenminister Thomas de Maizière will an dem Marsch teilnehmen, wie er ankündigte.

Geiselnahme in Montpellier beendet - Kein Zusammenhang mit Paris

Montpellier (dpa) - Eine Geiselnahme in der südfranzösischen Stadt Montpellier hat nach den Terroranschlägen in Paris vorübergehend für Aufregung gesorgt. Französischen Medienberichten zufolge gibt es aber keine Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen den Ereignissen sowie auf einen terroristischen Hintergrund. Ein Mann hatte gestern in einem Juweliergeschäft in Montpellier zwei dort angestellte Frauen als Geiseln genommen. Zuvor habe der Täter den Laden überfallen. Der Mann habe sich in der Nacht ergeben, schreibt etwa die Zeitung «Midi Libre». Es sei niemand verletzt worden.

«FAZ»: Dobrindt plant Privileg für Carsharing-Autos

Berlin (dpa) - Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt plant nach ein Gesetz mit Sonderrechten für Carsharing-Autos. Wer sich an Gemeinschaftsfahrzeugen solcher Anbieter beteilige, solle dieselben Vorteile im Straßenverkehr genießen wie Besitzer von Elektroautos, berichtet die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» unter Berufung auf eine interne Vorhabenliste der Bundesregierung. Mit dem Gesetz solle etwa die Grundlage geschaffen werden, damit Kommunen Sonderparkplätze für Carsharing-Fahrzeuge rechtssicher ausweisen könnten. Die Regelungen sollten einheitlich im ganzen Bundesgebiet gelten.

Amnesty: Angriffe in Nigeria bislang schlimmster Boko-Haram-Terrorakt

Abuja (dpa) - Der Tod Hunderter Zivilisten bei Angriffen der radikalislamischen Terrororganisation Boko Haram im Nordosten Nigerias ist nach Einschätzung von Amnesty International der wohl bislang schlimmste Terrorakt in dem westafrikanischen Land. Die Angriffe rund um die Stadt Baga im Bundesstaat Borno markierten eine verstörende und blutige Eskalation der andauernden Angriffe Boko Harams auf die Zivilbevölkerung, sagte Daniel Eyre, der Nigeria-Experte der Menschenrechtsorganisation in einer Pressemitteilung.

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