Polizei beendet Geiselnahmen - Berichte: alle Attentäter tot

Paris (dpa) - Mit einem Doppelschlag hat die französische Polizei die beiden Geiselnahmen beendet und übereinstimmenden Berichten zufolge die drei islamistischen Terroristen getötet. Fast zeitgleich griffen die Sicherheitskräfte an beiden Orten zu und setzten der tagelangen Verfolgungsjagd ein Ende. Zunächst wurde der Unterschlupf der mutmaßlichen Attentäter des Satiremagazins «Charlie Hebdo» gestürmt. Die beiden Terrorverdächtigen sind nach Behördenangaben tot. Die Polizei griff auch bei der zweiten Geiselnahme im Osten von Paris zu. Auch der dortige Geiselnehmer sei tot, berichtete die Zeitung «Le Monde» unter Berufung auf die Gendarmerie.

Tauziehen um Vorratsdatenspeicherung

Berlin (dpa) - Der verheerende Mordanschlag von Paris hat den Streit über schärfere Gesetze zur Terrorabwehr in Deutschland wieder voll entfacht - auch innerhalb der großen Koalition. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) unterstützte am Freitag einen Vorstoß der CSU, die Vorratsdatenspeicherung - eine systematische Speicherung von Telefon- und Internetdaten der Bürger - wieder zu erlauben. Sein Justiz-Kabinettskollege Heiko Maas (SPD) hält davon nichts: «Purer Aktionismus stoppt keine Terroristen.» Auch SPD, Grüne und Linke sind gegen eine Neuauflage der Vorratsdatenspeicherung.

Nigeria will eingenommene Orte befreien - Tausende auf der Flucht

Abuja (dpa) - Nach dem Tod womöglich Hunderter Zivilisten bei Angriffen der islamistischen Terrororganisation Boko Haram in Nigeria will die Armee des westafrikanischen Öl-Staates in die Gegenoffensive gehen. Die im Norden des Landes von den Extremisten kontrollierten Orte sollten zurückerobert werden, sagte ein Regierungsvertreter örtlichen Medienberichten zufolge am Donnerstagabend (Ortszeit). Kurz zuvor war bekannt geworden, dass bei den Angriffen von Boko Haram rund um die Stadt Baga im Bundesstaat Borno in den vergangenen Tagen offenbar Hunderte Menschen umgebracht worden sind.

Staatsanwalt will Kinderporno-Prozesses gegen Edathy nicht einstellen

Verden (dpa) - Der Kinderporno-Prozess gegen den ehemaligen SPD-Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy findet statt. Die Staatsanwaltschaft Hannover lehnte die Einstellung des Verfahrens gegen Geldauflage ab. Das teilte das zuständige Landgericht Verden am Freitag mit. Prozessbeginn ist nun wie ursprünglich geplant am 23. Februar in Verden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurden die Voraussetzungen für eine Einstellung bereits vor Erhebung der Anklage geprüft. Bei einem Auftritt im Dezember hatte Edathy sich noch optimistisch gezeigt, dem drohenden Prozess entgehen zu können.

Überraschung in Sri Lanka: Herausforderer gewinnt Präsidentenwahl