Terroristen von Paris auf der Flucht

Paris (dpa) - Nach dem Anschlag auf das Satiremagazin «Charlie Hebdo» in Paris mit zwölf Toten sind die beiden mutmaßlichen Attentäter auf der Flucht. Es mehren sich die Anzeichen, dass es sich um ein islamistisch motiviertes Attentat handelte. Die Terroristen riefen während des Anschlags unter anderem «Allah ist groß». Die Polizei fahndet in mehreren Städten nach den Brüdern Said und Chérif K., ein mutmaßlicher Helfer stellte sich der Polizei. Einer der Brüder vergaß nach Medienberichten seinen Personalausweis im Fluchtwagen.

Deutsche Zeitungen drucken Mohammed-Karikaturen von «Charlie Hebdo»

Berlin (dpa) - Nach dem Terroranschlag auf das französische Satiremagazin «Charlie Hebdo» haben eine Reihe deutscher Zeitungen Mohammed-Karikaturen und andere religionskritische Zeichnungen des Blattes nachgedruckt. Unter der Schlagzeile «Vive la liberté» bestreitet die Berliner Zeitung «B.Z.» die gesamte Titelseite ihrer morgigen Ausgabe mit Titelbildern des französischen Magazins. Auch andere Blätter zeigen Zeichnungen von «Charlie Hebdo» auf ihren Frontseiten.

«Saarbrücker Zeitung»: Tausende Angriffe auf Regierungsnetz

Saarbrücken (dpa) - Der Hacker-Angriff auf Websites der Regierung am Mittwoch ist laut Experten kein Einzelfall. Wie die «Saarbrücker Zeitung» berichtet, gab es 2014 Tausende ungezielte Angriffe auf das Regierungsnetz. Das gehe aus einer internen Aufstellung des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik BSI hervor, schreibt die Zeitung. Demnach würden täglich 15 bis 20 «hochwertige» Angriffe registriert. Bis gestern sei es den Angreifern aber nie gelungen, Websites der Bundesregierung lahmzulegen. Eine prorussische Gruppe mit dem Namen CyberBerkut hatte sich zu der Attacke bekannt.

Jazenjuk wirbt in Deutschland um Unterstützung für Ukraine

Berlin (dpa) - Der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk erwartet von Deutschland weitere Unterstützung für sein Land. Das Volk der Ukraine habe sich ausschließlich für die europäische Integration ausgesprochen, sagte Jazenjuk am Mittwochabend in den ARD-«Tagesthemen». Genau das habe Russlands Präsidenten Wladimir Putin beunruhigt. Die Ukraine zahle einen sehr hohen Preis für diese Wahl. Zuvor hatte Jazenjuk bereits Bundespräsident Joachim Gauck bei einem Treffen in Schloss Bellevue um weitere deutsche Unterstützung gebeten. Heute spricht er mit Kanzlerin Angela Merkel.

AfD in Sachsen und Pegida loten Schnittmengen aus

Dresden (dpa) - Die sächsische AfD-Landtagsfraktion und das islamkritische Pegida-Bündnis haben mögliche politische Gemeinsamkeiten ausgelotet. Die AfD-Landesvorsitzende Frauke Petry bestätigte, dass ein Treffen am Abend stattfand, allerdings nicht im Landtag, wie ursprünglich geplant. Pegida-Sprecherin Kathrin Oertel gab an, dass es bei dem Gespräch um mögliche Schnittmengen gehen sollte. Einzelheiten sollen morgen mitgeteilt werden. AfD-Chef Lucke mahnte im Vorfeld zur Zurückhaltung und sagte, die Gespräche seien in Ordnung, aber kein Schulterschluss mit Pegida.

Bericht: IG Metall will Rente mit 63 in Karlsruhe prüfen lassen

München (dpa) - Die Regelungen für die Rente mit 63 werden zum Fall für die deutschen Sozialgerichte. Die Gewerkschaften bereiten nach Informationen der «Süddeutschen Zeitung» bereits Musterverfahren vor. Die IG Metall wolle die «willkürliche Ungleichbehandlung» vom Bundesverfassungsgericht überprüfen lassen, berichtet das Blatt. Dabei gehe es um die Frage, wann Zeiten der Arbeitslosigkeit bei den erforderlichen 45 Beitragsjahren anzurechnen seien. Die abschlagfreie Rente ab 63 erhält, wer 45 Beitragsjahre in der Rentenversicherung nachweisen kann.

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