Friedensnobelpreis geht an Kämpfer für Kinderrechte

Oslo (dpa) - Die erst 17 Jahre alte pakistanische Vorkämpferin für Kinderrechte, Malala Yousafzai, erhält den Friedensnobelpreis 2014. Das Mädchen teilt sich die Auszeichnung mit dem 60-jährigen Inder Kailash Satyarthi, der seit Jahrzehnten gegen Kinderarbeit kämpft. Beide würden für ihren Kampf gegen die Unterdrückung von Kindern und das Recht aller Kinder auf Bildung geehrt, sagte der Chef des norwegischen Nobelkomitees, Thorbjørn Jagland, in Oslo. Malala ist die jüngste Nobelpreisträgerin aller Zeiten. Weltbekannt ist sie, seit ihr die Taliban vor zwei Jahren ins Gesicht schossen.

In Pakistan verschleppte deutsche Geisel frei

Berlin (dpa) - Nach mehr als zweieinhalb Jahren Geiselhaft ist ein in Pakistan entführter deutscher Entwicklungshelfer in Afghanistan freigekommen. Das Auswärtige Amt bestätigte einen entsprechenden Bericht der «Bild»-Zeitung. Das Blatt berichtet, der Deutsche sei einem Team des Kommandos Spezialkräfte in Kabul übergeben worden. Die Spezialkräfte hätten den Auftrag gehabt, den Deutschen nicht gewaltsam zu befreien. Der Entwicklungshelfer arbeitete für die Deutsche Welthungerhilfe. Er war im Januar 2012 mit einem italienischen Kollegen in der Provinz Punjab verschleppt worden.

IS kämpft sich zu Grenze bei Kobane vor

Kobane (dpa) - Mit dem weiteren Vormarsch der Terrormiliz Islamischer Staat an der syrisch-türkischen Grenze spitzt sich die Lage in der Region von Kobane dramatisch zu. Der UN-Sondergesandte für Syrien, Staffan de Mistura, warnte vor einem Massaker an Zivilisten in der syrischen Ortschaft. Kurdische Milizionäre kämpfen erbittert um die Kontrolle einer lebenswichtigen Verbindungsstraße zur Türkei. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg sagte Ankara erneut den Schutz des Bündnisses zu.

Kim Jong Un bleibt auch an wichtigem Feiertag verschwunden

Seoul (dpa) - Kein Lebenszeichen von Kim Jong Un: Nach wochenlanger Abwesenheit fehlte Nordkoreas Machthaber auch bei der zentralen Zeremonie zum 69. Gründungstag der herrschenden Arbeiterpartei. Das Fernbleiben des Diktators heizte die Spekulationen um seinen Gesundheitszustand an. An der innerkoreanischen Grenze kam es unterdessen zwischen Grenzposten beider Länder nach Angaben Südkoreas zu einem Feuerwechsel. Nordkorea fühlte sich offenbar durch eine Propaganda-Flugblattaktion südkoreanischer Aktivisten provoziert. Über Opfer wurde nichts bekannt.

Neue Proteste in Hongkong

Hongkong (dpa) - Während des Deutschlandbesuches von Chinas Ministerpräsidenten Li Keqiang hat sich die Situation in Hongkong erneut zugespitzt. Nachdem die Regierung der chinesischen Sonderverwaltungszone kurzfristig Gespräche mit Protestierenden abgesagt hatte, gingen erneut Tausende pro-demokratische Demonstranten auf die Straße. «Bringt Eure Schlafsäcke mit auf die Straßen, wir werden bis zum Ende bleiben», feuerte Studentenführer Joshua Wong die Demonstranten an. Kanzlerin Angela Merkel machte bei einem gemeinsamen Auftritt mit Li in Berlin deutlich, dass sie auf eine friedliche Lösung setzt.

Putin fordert Gespräche über EU-Annäherung von Ukraine und Moldau

Minsk (dpa) - Kremlchef Wladimir Putin hat bei einem Gipfeltreffen in Minsk eine stärkere Rücksichtnahme auf russische Interessen beim EU-Kurs an Ex-Sowjetrepubliken gefordert. Russland sei nicht gegen eine Annäherung von Staaten wie der Ukraine oder Moldau an die EU, sagte der Präsident laut Interfax. Ein Problem gebe es, weil niemand offen mit Moskau über die Risiken für die russische Wirtschaft spreche. Der Kreml befürchtet, dass durch die Schaffung von Freihandelszonen mit der EU europäische Billigprodukte nach Russland gelangen und so der kaum konkurrenzfähigen Wirtschaft schaden könnten.

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