Regierungschef der Ukraine bei Obama

Washington (dpa) - Mitten in der Krim-Krise trifft der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk heute mit US-Präsident Barack Obama zusammen. Mit der Visite im Weißen Haus werde die starke Unterstützung der USA für das ukrainische Volk unterstrichen, teilte die US-Regierung mit. Es gehe um eine friedliche Lösung des Krim-Konflikts. Obama betont immer wieder, Russland solle die Soldaten aus der Krim zurückziehen und Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine respektieren. Zugleich forderten sie für internationale Beobachter Zugang in die Krisenregion.

US-Abgeordnetenhaus fordert internationale Beobachter auf der Krim

Washington (dpa) - Das US-Repräsentantenhaus hat Russland in einer Resolution die Verletzung der ukrainischen Souveränität vorgeworfen. Die verabschiedete Entschließung, die auch noch den Senat passieren muss, fordert ferner die Entsendung internationaler Beobachter auf die Krim und in andere Teile der Ukraine. 403 Abgeordnete stimmten für den Text, nur sechs waren dagegen. Bereits in der Vorwoche hatte das Abgeordnetenhaus in Washington den Weg frei gemacht für Kreditgarantien in Höhe von einer Milliarde US-Dollar. Auch dieses Gesetz muss noch vom Senat angenommen werden.

Kanzlerin Merkel berät in Polen über Krim-Krise

Warschau (dpa) - Mitten in der Krim-Krise reist Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Polen. In der Hauptstadt Warschau will die CDU-Politikerin mit Ministerpräsident Donald Tusk auch über den Konflikt zwischen der Ukraine und Russland beraten. Das prorussische Parlament der Krim hatte zuvor die Abspaltung von der Ukraine vorangetrieben. Polens Ministerpräsident Tusk befürchtet ein zu zaghaftes Vorgehen Deutschlands und der EU gegenüber Moskau aus Rücksicht auf Gas-Geschäfte. Er ist besorgt, eine Eskalation im Nachbarstaat Ukraine könnte auch Polen in Schwierigkeiten bringen.

Bundeswehr-Airbus bringt verletzte Ukrainer nach Berlin

Berlin (dpa) - Die Bundeswehr bringt heute 24 verletzte Ukrainer nach Deutschland. Ein Airbus wird am Nachmittag am Flughafen Berlin-Tegel erwartet. Die Patienten kommen zur Behandlung in Berliner Krankenhäuser, aber auch nach Ulm und Koblenz. Nach einer Bitte der prowestlichen neuen Regierung in Kiew hatte ein Ärzteteam der Bundeswehr den Transport vorbereitet. Bei den Ausschreitungen auf dem Maidan in Kiew waren im Februar Dutzende Menschen getötet und Hunderte verletzt worden.

Ministeriumsbericht: Frauen auf dem Jobmarkt weiterhin gesucht

Berlin (dpa) - Frauen sind in Deutschland nach dem neuen Fachkräfte- Fortschrittsbericht des Bundesarbeitsministeriums weiterhin zu wenig am Erwerbsleben beteiligt. Wie die «Süddeutsche Zeitung» schreibt, beläuft sich die Wochenarbeitszeit von Frauen mit Teilzeitjob im Durchschnitt auf 18,6 Stunden. Im EU-Vergleich sei dieser Wert nur in Portugal noch niedriger. Außerdem würde mehr als die Hälfte der nicht berufstätigen Mütter gerne arbeiten, wenn es geeignete Kinderbetreuungsmöglichkeiten geben würde, heißt es. Den Bericht legt Arbeitsministerin Andrea Nahles heute dem Bundeskabinett vor.

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