Der linke Flügel der Partei formiert sich um Ralf Stegner neu. Regelmäßige Treffen sind geplant.

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Im Blickpunkt: Die SPD müsse wieder an Profil gewinnen, findet Parteivize Ralf Stegner. Nur so komme man bei der nächsten Bundestagswahl in Richtung 30 Prozent.

Im Blickpunkt: Die SPD müsse wieder an Profil gewinnen, findet Parteivize Ralf Stegner. Nur so komme man bei der nächsten Bundestagswahl in Richtung 30 Prozent.

Das Streben nach einer Zwei-Staaten-Lösung sei „die einzige Chance für dauerhaften Frieden“: Steinmeier (M.) beunruhigt die Lage im Nahen Osten.

ARCHIV - Eine Demonstrantin hält am 17.05.2014 in Hamburg bei einer Wahlkampfveranstaltung der CDU auf dem Hamburger Fischmarkt ein Plakat mit der Aufschrift "Stoppen Sie TTIP" in die Höhe. Für die Befürworter des geplanten EU-Freihandelsabkommens mit den USA ist klar: TTIP schafft Jobs und Wohlstand - Doch Gegner sehen Umwelt- und Verbraucherschutz bedroht.

Der Vorsitzende der SPD in Bayern, Florian Pronold, spricht am 08.09.2014 in Abensberg (Bayern) beim politischen Gillamoos-Frühschoppen. Das Gillamoos ist eines der größten und ältesten Volksfeste Niederbayerns und bietet traditionell einen politische Schlagabtausch der Parteien.

ARCHIV - Julia Klöckner, Fraktions- und Landesvorsitzende der CDU Rheinland Pfalz, verfolgt am 05.04.2014 beim Bundesparteitag der CDU in Berlin die Debatte. Foto: Michael Kappeler/dpa (zu dpa lrs: "CDU-Vize Klöckner: AfD ist an Lösung nicht interessiert" vom 09.09.2014) +++(c) dpa - Bildfunk+++

epa04471174 Turkish President Recep Tayyip Erdogan makes a statement with French President Francois Hollande (not pictured), after their meeting at the Elysee Palace in Paris, France, 31 October 2014. EPA/YOAN VALAT +++(c) dpa - Bildfunk+++

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Im Blickpunkt: Die SPD müsse wieder an Profil gewinnen, findet Parteivize Ralf Stegner. Nur so komme man bei der nächsten Bundestagswahl in Richtung 30 Prozent.

Berlin. Der linke Parteiflügel der SPD ist im Begriff sich neu aufzustellen. „Das Herz der SPD schlägt links und es schlägt kräftig“, sagte Parteivize Ralf Stegner am Samstag auf einem Treffen von gut 150 Parteimitgliedern in Magdeburg. Eine formelle neue Organisation wurde aber vorerst nicht gebildet, die „Magdeburger Plattform“ will sich aber regelmäßig treffen, um die programmatische Arbeit der Partei voranzutreiben.

Neue Plattform will das „gute Parteiprogramm“ umsetzen

Stegner hob hervor, die neue Plattform sei keine Kampfansage an Parteichef Sigmar Gabriel. „Vor uns muss niemand Angst haben in der eigenen Partei – es sei denn, er will unsere Programmatik nach rechts verschieben.“ Es gehe nicht um einen „neuen Kurs“, sondern „wir wollen, dass das gute Parteiprogramm umgesetzt wird“. Gegner sei dabei nicht die Parteirechte, sondern „unser Gegner sind die anderen Parteien“, sagte Stegner. Die SPD müsse aber Profil gewinnen, sonst „kommen wir eher in Richtung 20 Prozent als in Richtung 30 Prozent“, warnte er mit Blick auf die Wahl 2017. Es gehe darum, „über die Umsetzung des Koalitionsvertrages hinauszudenken“, sagte Juso-Chefin Johanna Uekermann.

Der Sprecher der Parlamentarischen Linken im Bundestag, Carsten Sieling, bestand auf „eine vernünftige Steuerpolitik“, besonders die Wiedererhebung der Vermögensteuer. „Wir müssen auch bei der Ökologie noch nachlegen“, sagte er mit Blick auf den kohlefreundlichen Kurs Gabriels. Der von Stegner, Sieling und Uekermann vorgelegte Gründungsaufruf für die Plattform wurde bereits von mehr als 800 Mitgliedern unterzeichnet.

Mit der neuen Plattform entsteht auch eine Alternative zum Forum Demokratische Linke (DL) 21, dessen Vorsitzende Hilde Mattheis auch bei Parteilinken umstritten ist. Unter anderem wurde ihre Kritik an der Umsetzung des gesetzlichen Mindestlohns als überzogen empfunden, prominente Sozialdemokraten wie Arbeitsministerin Andrea Nahles und Parlamentsgeschäftsführerin Christine Lambrecht traten aus dem Forum aus. Nahles nahm teilweise am Magdeburger Treffen teil. Stegner sicherte zu, DL21 solle in die neue Plattform eingebunden werden.

CDU-Generalsekretär Peter Tauber forderte Gabriel in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ auf, „die Parteilinke mit dem irrlichternden SPD-Vize Ralf Stegner an der Spitze zu zähmen“. Was die Zusammenarbeit in der Koalition angehe, vertraue er aber auf Gabriel. „Ich erwarte, dass die Plattform Gabriel und die sozialdemokratischen Minister stützt“, hatte zuvor bereits SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann gemahnt. Er wies Vorwürfe zurück, in der SPD gebe es neoliberale Strömungen.

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