Die Zahl der Hochbetagten hat sich seit 2003 verdoppelt. Die überwiegende Mehrheit hat Lust am Leben.

Trotz Hitze ein Lächeln auf den Lippen: Viele hochbetagte Menschen genießen ihr Leben.
Trotz Hitze ein Lächeln auf den Lippen: Viele hochbetagte Menschen genießen ihr Leben.

Trotz Hitze ein Lächeln auf den Lippen: Viele hochbetagte Menschen genießen ihr Leben.

dpa

Trotz Hitze ein Lächeln auf den Lippen: Viele hochbetagte Menschen genießen ihr Leben.

Düsseldorf. Deutschland altert. Und zwangsläufig steigt die Zahl derer, die auf 100 und mehr Lebensjahre zurückblicken können. Waren das 2003 noch etwa 6000 Frauen und Männer, sind es heute bereits fast 13 000. Der medizinische Fortschritt macht es möglich. Und er führt auch dazu, dass hohes Alter nicht gleichbedeutend ist mit Schmerzen und Siechtum. Eine Studie der Universität Heidelberg hat ergeben, dass 72 Prozent der Hochbetagten in Deutschland unbedingt weiterleben möchten, sie verspüren keinerlei Todessehnsucht.

Ein Tabuthema sei der eigene Tod dennoch nicht. „Sie machen sich Gedanken, wie ihr Ableben sein wird. Und dass sie damit ihre Familie belasten“, sagt die Studienleiterin Prof. Daniela Jopp. Obwohl sie wüssten, dass ihr Leben zu Ende gehe, hätten 53 Prozent eine positive Einstellung zur Zukunft und erzählten von Zielen sowie Plänen.

Jeder zehnte Hochbetagte sehnt indes den Tod herbei. Er begründet das zumeist mit dem Gefühl von Einsamkeit.

Im Schnitt haben alle Hundertjährigen ähnliche Leiden: Sehen und Hören funktionieren nicht mehr richtig, mehr als zwei Drittel plagen sich mit den Folgen von Stürzen. Für die Studie befragten die Wissenschaftler 100 Menschen. Red

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