Der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz stiehlt der CSU heuer die Show: Seehofer kündigt die größte Steuersenkung der Geschichte an. Für seinen Generalsekretär läuft der Tag nicht wirklich gut.

CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer
CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer

CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer

Andreas Gebert

CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer

Passau/Vilshofen. Martin Schulz stellt den Kampf um soziale Gerechtigkeit in den Mittelpunkt. Allerdings ohne sonderlich konkret zu werden. Dafür schildert er umso ausführlicher, dass er aus kleinem Hause komme und „mit dem Bauch“ die Lage der kleinen Leute nachfühlen könne. Als gehe es um eine möglichst bescheidene Biografie erzählt auch Seehofer in Passau, dass sein Vater, ein Maurer, im Winter immer arbeitslos war und er deshalb niemals vergesse, woher er komme. Seehofer beginnt so eine Passage, die damit endet, dass er den Deutschen Steuersenkungen für kleine und mittlere Einkommen und die Abschaffung des Solidaritätszuschlages nach der Wahl verspricht – „die größte Steuersenkung in der Geschichte“.

Für CSU-Generalsekretär Anreas Scheuer läuft der Tag nicht wirklich gut. Weil die SPD in ihrem Zeitplan etwas schneller ist und Schulz schon kurz vor Zwölf mit seiner Rede beginnt, als in Passau noch Innenminister Joachim Herrmann spricht, übertragen alle überregionalen Nachrichtensender erst einmal die Rede des SPD-Mannes zu Ende und Seehofer nur aus der Konserve. Eine solche Umkehrung hat es auch noch nicht gegeben. Außerdem steht Scheuer blamiert da, weil er auf seiner CSU-Website von „gefühlt 10.000 Besuchern“ in Passau spricht. So wie Trump-Beraterin Kellyanne Conway: Alternative Fakten.

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