Für die Wahl 2013 kursieren in der SPD bereits Namen. Auch ein Favorit zeichnet sich ab.

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück, der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel und der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank Walter Steinmeier: Laut ARD-Deutschlandtrend glauben viele, dass die SPD nach der Bundestagswahl 2013 den Kanzler stellt.
Bundesfinanzminister Peer Steinbrück, der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel und der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank Walter Steinmeier: Laut ARD-Deutschlandtrend glauben viele, dass die SPD nach der Bundestagswahl 2013 den Kanzler stellt.

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück, der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel und der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank Walter Steinmeier: Laut ARD-Deutschlandtrend glauben viele, dass die SPD nach der Bundestagswahl 2013 den Kanzler stellt.

dpa

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück, der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel und der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank Walter Steinmeier: Laut ARD-Deutschlandtrend glauben viele, dass die SPD nach der Bundestagswahl 2013 den Kanzler stellt.

Berlin. Die Gesichter sind ungewohnt fröhlich. Nicht wenige Sozialdemokraten, die noch voll Selbstzweifel in die Ferien fuhren, sind wie verwandelt zurückgekehrt. Der lange vermisste Anstieg in Umfragen und die guten Aussichten bei den anstehenden Landtagswahlen sorgen für aufgeräumte Stimmung.

Dass sich mehr als 40 Prozent der Bevölkerung die SPD laut Umfragen wieder in der nächsten Regierung wünschen, bestärkt die Zuversicht. Auf eine realistische Chance, schon 2013 den Machtwechsel schaffen zu können, hatten vor kurzem nur wenige gesetzt.

Ex-Bundesfinanzminister führt die meisten Popularitäts-Rankings an

Die in den Medien lange links liegengelassene Partei dürfte deshalb künftig auch für mehr Aufmerksamkeit sorgen. So wird die Debatte um die Kanzlerkandidatur kaum zu stoppen sein. Das Kalkül der Spitze, das Thema weit in das Jahr 2012 zu schieben, wird kaum aufgehen.

Ohnehin zeichnet sich in dieser Frage mehr Klarheit ab. Fast alles laufe auf Peer Steinbrück hinaus, heißt es bei einigen führenden Sozialdemokraten. Verwiesen wird dabei auf interne Strategiedebatten in der engsten Spitze. Die Überzeugung, dass man mit jemanden antreten solle, der auch von Menschen gewählt werde, die sonst nie SPD wählten, setze sich immer stärker durch. Diese Konstellation verspreche ein besseres Ergebnis, als nur auf die Mobilisierung eigener Wähler zu setzen. Die SPD könne mit Steinbrück die Lücke füllen, die Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) für die Union hinterlassen habe, werden Einschätzungen aus SPD-Führungszirkeln wiedergegeben.

Einiges spricht dafür, dass der Ex-Finanzminister bald immer stärker als „gefühlter Kandidat“ wahrgenommen wird. Der 64-Jährige, der die meisten Popularitäts-Rankings von Politikern anführt, hat sich einiges vorgenommen, um seine Beliebtheit noch zu steigern.

Ein gemeinsames Buch mit Helmut Schmidt

Steinbrück und Steinmeier: Sollte es 2013 für die SPD zur Wunschkoalition mit den Grünen reichen und Peer Steinbrück (Foto) Bundeskanzler werden, könnte sich Steinmeier wohl ein starkes Ressort, etwa das Finanzministerium, aussuchen.

Wowereit und Gabriel: Wowereit käme für den Posten des Innenministers infrage, sollte er in ein Bundeskabinett wechseln. SPD-Chef Sigmar Gabriel könnte zusätzlich den Fraktionsvorsitz übernehmen.

Schwesig und Nahles: Als ministrabel gelten Parteivize Manuela Schwesig etwa für Familie und SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles, die sich für das Arbeitsressort interessieren dürfte.

Hubertus Heil: Ein weiterer Ministeranwärter wird in Berlin wohl nicht mehr dabei sein. Fraktionsvize Hubertus Heil wechselt voraussichtlich als SPD-Spitzenkandidat nach Niedersachsen.

Zusammen mit Helmut Schmidt veröffentlicht er etwa demnächst ein Buch mit dem Titel „Zug um Zug“, in dem beide laut Verlag „ohne den üblichen Politjargon“ Antworten auf große Themen geben wollen. Der Ritterschlag des Altkanzlers könnte Steinbrücks Ambitionen weiter beflügeln.

Beim Parteitag im Dezember könnte Steinbrück bereits inoffiziell gekürt werden. Offenbar will Frank-Walter Steinmeier nicht um das Spitzenamt kämpfen.

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