Bundesagentur für Arbeit
Zuversicht für neue Jahr: 2011 rechnet die Bundesagentur für Arbeit mit einem weiteren Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit.

Zuversicht für neue Jahr: 2011 rechnet die Bundesagentur für Arbeit mit einem weiteren Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit.

dpa

Zuversicht für neue Jahr: 2011 rechnet die Bundesagentur für Arbeit mit einem weiteren Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit.

Nürnberg (dpa) - Die Bundesagentur für Arbeit (BA) rechnet im neuen Jahr mit einem weiteren Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit. Schätzungsweise werde sich ihre Zahl um etwa 50 000 verringern, sagte das für Hartz-IV zuständige Bundesagentur-Vorstandsmitglied Heinrich Alt.

Im November 2010 waren bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern 890 000 Männer und Frauen als langzeitarbeitslos registriert. «Ich halte das auch trotz des geringeren Budgets für machbar. Wenn wir in den Jobcentern intelligent aufgestellt sind und uns dort auf den Einzelfall einstellen, werden wir mehr Betroffene in Arbeit bringen». Dafür werde auch die gute Konjunktur sorgen, die mehr Beschäftigungsmöglichkeiten für Langzeitarbeitslose schaffe, betonte Alt.

Zugleich widersprach er Vorwürfen, Arbeitsagenturen und Jobcenter konzentrierten sich auf die Betreuung leicht vermittelbarer Arbeitsloser und vernachlässigten Jobsucher mit geringeren Chancen am Arbeitsmarkt. Den entsprechenden Eindruck hatte eine Studie des hauseigenen Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) gestützt.

Der Befund habe ihn erstaunt, sagte Alt. Die vom IAB festgestellte Praxis sei nicht Geschäftspolitik der Bundesagentur. Vielmehr sei der direkte Kontakt der Vermittler mit den Langzeitarbeitslosen für ihn das wichtigste Instrument, diese wieder in Arbeit zu bringen. «Und wir haben inzwischen eine Personalausstattung, die das zulässt.» Auch aus volkswirtschaftlicher Sicht sei es von großer Bedeutung, dass Menschen nach einem länger zurückliegenden Jobverlust wieder selbst für ihren Lebensunterhalt aufkommen könnten.

Bei der zur Zeit im Bundesrat blockierten Erhöhung der Hartz-IV-Regelsätze rechnet Alt im Normalfall bereits Anfang März mit einer Anpassung und keineswegs erst Ende März, wie die BA zunächst angenommen hatte. Dazu müsse allerdings alles optimal laufen, da die Bundesagentur für die Umstellung einen gewissen technischen Vorlauf brauche. Vorausgesetzt sei auch, dass sich der Bundesrat bis zum 11. Februar auf eine Lösung verständige.

Das derzeit ebenfalls auf Eis liegende Bildungspaket für Kinder aus Hartz-IV-Familien könne hingegen schon einen Tag nach der Verabschiedung im Bundesrat umgesetzt werden. Die Jobcenter hätten sich in den vergangenen Wochen intensiv darauf vorbereitet, seien aber durch das Scheitern des Pakets im Bundesrat ausgebremst worden. Ohne gesetzliche Grundlage könne das Bildungspaket nun mal nicht umgesetzt werden, gab Alt zu bedenken. Das Bildungspaket sieht unter anderem einen Zuschuss zum Mittagessen in Kita oder Schule sowie Gutscheine für Vereinsmitgliedschaften oder Musikunterricht vor.

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