Ein Kommentar von Hagen Strauß.

Carsten Rehder, Bild 1 von 3

Berlin. Neuer Job? Wird Dirk Niebel künftig Möbel veräußern? Eine Afghanistan-Reise nutzte der scheidende Entwicklungsminister ja schon für einen Teppichkauf. Nun soll er sich um Helmut Kohls alten Kanzlerschreibtisch bemüht haben.

Der stand ursprünglich im Bonner Kanzleramt, jetzt Dienstsitz von Niebels Ministerium, wurde aber von Kohl nach Berlin in sein Altkanzlerbüro mitgenommen. Niebel ließ angeblich viele Beamte daran arbeiten, das gute Stück zurückzukriegen. Am Ende blitzte er kühl ab: Der Schreibtisch sei nicht zu haben, „er ist in Gebrauch.“

Hammerhart Matthias Ilgen (Foto: dpa), SPD-Politiker aus Husum, hat nicht nur den Sprung ins Parlament geschafft, sondern prügelt sich gerne mal als Batman durch den Ring. Ilgen, der Matthias Rüdiger Freiherr von Ilgen heißt, kämpfte unter anderem in der europäischen Wrestling-Liga.

Das Hobby betreibt der Hüne seit seinen Studienzeiten. Sein letztes Duell im Oktober 2012 endete - selbstverständlich - mit einem Sieg. Achtung, hier der Witz zum Thema: Er wird den Bundestag jetzt in den Schwitzkasten nehmen! Ha, ha, ha.

Pfeife Norbert Lammert hat es erwischt. Der Bundestagspräsident wird demnächst vom „Tabak Forum“ zum „Pfeifenraucher des Jahres“ gekürt. So wie schon Peter Struck, Thomas Gottschalk oder Helmut Kohl.

Unklar ist, ob Lammert im Januar auch Grünkohlkönig von Oldenburg wird. Besser nicht. Auf diesem Titel liegt womöglich ein Fluch: Guttenberg, Wulff, Rösler, alle mussten danach den Dienst quittieren.

Elefantenrunde Die Mitglieder der schwarz-roten Arbeitsgruppen haben es nicht leicht. Das ständige Fingerhakeln, dann die tristen Sitzungssäle, in denen man stundenlang tagen muss. Deshalb dacht sich die AG Kultur wohl: Inspiration, Inspiration!

Eines ihrer Treffen fand jetzt in der Porzellanausstellung des Berliner Bauhaus-Archivs statt. Nun liegt der Vergleich nahe – schwarz-rote Elefanten im Porzellanladen. Unionsfraktionsvize Michael Kretschmer (Foto: dpa) befand nur: „Damit niemand denkt, Union und SPD würden hier Polterabend feiern, wurde das Geschirr angeklebt.“

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